Jupiler Pro League

Willkommen in Belgien/Luxemburg! Auf knapp über 33.114km² tummeln sich knapp 11,5 mio Menschen - und sie wissen was wichtig ist, denn sie haben eine Fußball-Liga! Und Torrausch selbstredend auch. Also, auf in die Anmeldung und schauen, ob in Belgien oder Luxemburg noch ein Verein auf seinen Trainer wartet!

Und sonst so bei Torrausch.net…

Natürlich gibt es nicht nur Torrausch.net Belgien, sondern noch weitere 22 Ligen und einige weitere Veranstaltungen:

BELGIEN-BLITZ: ANDERLECHT ÜBERNIMMT DIE SPITZE – ROESELARE STÜRZT AB!

sf5078 für Belgien am 17.09.2026, 12:17

Was für ein zweiter ZAT in der Jupiler Pro League! Nach dem ersten Spieltagstriple hatte KSV Roeselare noch mit neun Punkten von ganz oben gegrüßt und sich bereits den Meisterschaftsschal zurechtgelegt. Dahinter herrschte ein dichtes Gedränge, während Mechelen und Club Brugge mit jeweils null Punkten schon früh unter Druck standen.

Nur drei Spieltage später sieht die Welt komplett anders aus. RSC Anderlecht hat mit drei Siegen und neun Punkten den zweiten ZAT perfekt abgeschlossen und sich mit nun zwölf Punkten auf Platz eins katapultiert. Roeselare dagegen holte lediglich drei Punkte und musste gleich zwei Niederlagen hinnehmen. Auch dahinter hat sich einiges verschoben: Standard, Roeselare und Hasselt folgen mit zwölf beziehungsweise neun Punkten, während Mechelen mit sechs Zählern den Sprung aus dem Tabellenkeller geschafft hat.

1. Platz (12/9): RSC Anderlecht

Was soll man dazu noch sagen? RSC Anderlecht hat nach dem durchwachsenen ersten ZAT die passende Antwort gegeben und diesmal die volle Ausbeute eingefahren. 3:1 bei Westerlo, 3:0 gegen Mechelen und anschließend ein 4:2 bei Saint-Gilloise – drei Spiele, neun Punkte. Damit steht Anderlecht nach sechs Spielen völlig überraschend ganz oben.

Dabei hatte GerryG nach dem ersten ZAT durchaus Grund zum Jammern. Zwei 0:4-Niederlagen standen einem spektakulären 7:0 gegen Esch gegenüber. Im eigenen Artikel wurde anschließend mit Galgenhumor auf diese Achterbahnfahrt zurückgeblickt. Nun dürfte die Stimmung deutlich besser sein. Aus dem emotionalen Dreikampf ist zumindest tabellarisch ein Höhenflug geworden.

Und vielleicht sollte man in Anderlecht nun sogar etwas vorsichtiger mit Esch umgehen: Wer nach einem 7:0 solche Ergebnisse nachlegt, braucht offenbar nicht zwingend weitere Festtage gegen Jeunesse. Die zwölf Punkte bedeuten jedenfalls Tabellenführung – und GerryG darf sich vorerst zurücklehnen.

2. Platz (12/6): Standard de Liège

Standard de Liège bleibt ebenfalls ganz oben dabei. Nach sechs Spielen stehen zwölf Punkte auf dem Konto, allerdings reichte es im zweiten ZAT nur zu sechs Punkten. Gegen Hasselt gab es zunächst einen klaren 4:0-Erfolg, anschließend musste man sich Esch überraschend mit 0:5 geschlagen geben. Zum Abschluss folgte ein souveränes 4:0 gegen Union Luxemburg.

Damit bleibt Standard punktgleich mit Anderlecht und Roeselare, liegt aufgrund der Tordifferenz aber hinter dem neuen Spitzenreiter. Nach dem starken Auftakt mit drei Siegen aus drei Spielen bleibt der Klub somit im Kreis der Mannschaften, die ganz oben mitreden können.

3. Platz (12/3): KSV Roeselare

Für KSV Roeselare war der zweite ZAT der Beweis dafür, wie schnell sich eine Tabelle drehen kann. Nach drei Siegen zum Auftakt und neun Punkten schien der Klub zunächst unantastbar. Nun kamen allerdings zwei Niederlagen hinzu.

Besonders bitter: Gegen Mechelen setzte es ein 0:3, anschließend unterlag man Hasselt ebenfalls mit 0:3. Erst gegen Esch gelang beim 1:0 wieder ein Sieg. Drei Punkte aus drei Spielen sind natürlich deutlich weniger als zum Saisonstart, trotzdem steht Roeselare weiterhin bei zwölf Zählern und damit auf Platz drei.

Der einstige Drei-Punkte-Vorsprung auf die Konkurrenz ist allerdings verschwunden. Aus dem alleinigen Spitzenreiter ist ein Teil einer Dreiergruppe mit zwölf Punkten geworden.

4. Platz (9/3): Koninklijke Sporting Club Hasselt

Koninklijke Sporting Club Hasselt erlebt weiterhin eine interessante Premierensaison. Nach sechs Spielen stehen neun Punkte auf dem Konto. Im zweiten ZAT kamen allerdings nur drei hinzu.

Zum Auftakt setzte es ein deutliches 0:4 bei Standard, danach folgte mit dem 3:0 gegen Roeselare ein echter Achtungserfolg. Gegen Mechelen blieb Hasselt anschließend beim 0:2 ohne eigenen Treffer.

Damit hat sich Hasselt zwar im oberen Tabellenbereich gehalten, der ganz große Sprung blieb aber aus. Trainer Peter Solis dürfte dennoch zufrieden sein, dass seine Mannschaft als Aufsteiger weiterhin in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen bleibt. Und angesichts der Vereinsrichtlinien, über die Solis selbst in der Zeitung mit reichlich Augenzwinkern berichtet, scheint es ohnehin wichtiger zu sein, dass am Ende irgendwie alle zufrieden sind.

5. Platz (9/3): RFC Union Luxemburg

RFC Union Luxemburg konnte den furiosen Auftakt diesmal nicht bestätigen. Nach sechs Spielen stehen neun Punkte auf dem Konto, davon stammen lediglich drei aus dem zweiten ZAT.

Dabei begann der Spieltag mit einer deutlichen 0:4-Niederlage bei Saint-Gilloise. Gegen Club Brugge konnte Union anschließend mit einem 4:0 zurückschlagen, ehe bei Standard erneut eine 0:4-Pleite folgte.

Die Mannschaft bleibt damit im oberen Tabellenmittelfeld. Nach dem ersten ZAT war Union noch erster Verfolger von Roeselare. Jetzt muss man sich dagegen zunächst wieder nach vorne orientieren. Immerhin: Die neun Punkte bedeuten weiterhin eine solide Ausgangslage.

6. Platz (9/3): A.S. La Jeunesse d'Esch

Bei A.S. La Jeunesse d'Esch bleibt es beim bekannten Muster: spektakulär, torreich und irgendwie schwer vorherzusagen.

Der zweite ZAT begann mit einer heftigen 0:4-Niederlage bei Club Brugge. Danach folgte allerdings der nächste große Esch-Moment: Standard de Liège wurde mit 5:0 aus dem eigenen Stadion geschossen. Gegen Roeselare gab es anschließend beim 0:1 wieder nichts zu holen.

Drei Punkte aus dem ZAT bedeuten insgesamt neun Punkte. Vor allem die 15 erzielten Tore sind weiterhin beeindruckend. Gleichzeitig stehen bereits 16 Gegentreffer zu Buche. Esch bleibt also die Mannschaft, bei der nahezu jedes Spiel zum Spektakel werden kann.

Anderlecht hatte sich im ersten Vereinsartikel noch darüber amüsiert, dass Esch auswärts angeblich lieber über Fußball nachdenke, als ihn zu spielen. Nach dem 5:0 gegen Standard dürfte man in Anderlecht allerdings festgestellt haben: Ganz ungefährlich ist diese Escher Philosophie offenbar nicht.

7. Platz (9/3): KVC Westerlo

Für KVC Westerlo lief der zweite ZAT deutlich schlechter als der erste. Nach den beiden 3:0-Siegen zum Saisonauftakt gegen Union Luxemburg und Mechelen gab es diesmal nur einen einzigen Erfolg.

Gegen Anderlecht verlor Westerlo zunächst mit 1:3. Danach gelang zwar ein 1:0 gegen Saint-Gilloise, doch zum Abschluss setzte es gegen Club Brugge eine deutliche 0:4-Niederlage.

Damit bleibt Westerlo bei neun Punkten und rutscht auf Platz sieben. Der Abstand nach ganz oben ist allerdings noch überschaubar. Entscheidend wird nun sein, ob die Mannschaft die starke Phase aus dem ersten ZAT wiederholen kann oder ob der zweite Spieltag bereits den Beginn eines kleinen Abwärtstrends darstellt.

8. Platz (6/3): Royale Union Saint-Gilloise

Royale Union Saint-Gilloise gehört zu den Gewinnern des zweiten ZAT. Nach nur drei Punkten zum Auftakt kamen diesmal immerhin drei weitere hinzu.

Gegen Union Luxemburg gelang ein klares 4:0, danach folgte ein knappes 0:1 gegen Westerlo. Gegen Anderlecht musste Saint-Gilloise wieder Federn lassen und verlor mit 2:4.

Sechs Punkte aus drei Spielen sind eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Auftakt. Damit steht Saint-Gilloise nun bei sechs Punkten und hat den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt. Der Rückstand auf die Spitzengruppe ist zwar noch vorhanden, aber die Richtung stimmt wieder.

9. Platz (6/6): Club Brugge KV

Club Brugge KV hat sich nach dem katastrophalen Auftakt eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach drei Niederlagen und null Punkten stand der Klub zunächst ganz unten. Nun wurden im zweiten ZAT gleich sechs Punkte eingefahren.

Und die Art und Weise war bemerkenswert: Erst wurde Esch mit 4:0 besiegt, danach Union Luxemburg ebenfalls mit 4:0. Erst gegen Roeselare gab es beim 0:4 wieder eine Niederlage.

Damit hat Club Brugge die ersten Punkte der Saison geholt und sich zumindest vom Tabellenende gelöst. Der Klub steht nun bei sechs Punkten und damit punktgleich mit Mechelen. Nach dem kompletten Fehlstart ist das zunächst einmal ein kräftiges Lebenszeichen.

10. Platz (6/6): KV Mechelen

Und dann wäre da noch KV Mechelen. Im ersten ZAT war der Klub vom zweiten Tabellenplatz direkt in den Keller gefallen. Im eigenen Artikel wurde entsprechend Klartext gesprochen: drei Spiele, null Punkte, zehn Gegentore – „Das war wohl nix“.

Die angekündigte Neuordnung der Abwehr scheint allerdings tatsächlich Wirkung zu zeigen. Im zweiten ZAT kassierte Mechelen nur drei Gegentore und holte satte sechs Punkte. Besonders stark war der 3:0-Auswärtssieg bei Roeselare. Danach folgte zwar ein 0:3 bei Anderlecht, doch gegen Hasselt gelang anschließend ein 2:0.

Damit hat Mechelen die Hälfte seiner bisherigen Punkte im zweiten ZAT gesammelt und steht nun bei sechs Zählern. Der Klub bleibt zwar Tabellenletzter, aber der Abstand zu Saint-Gilloise, Club Brugge und dem übrigen Mittelfeld ist plötzlich wieder überschaubar.

Der Artikel „Das war wohl nix“ darf damit zumindest teilweise als überholt gelten. Die Mannschaft hat sich wachgerüttelt – und vor allem die Abwehr hat tatsächlich deutlich weniger zugelassen. Ganz so entspannt wie angekündigt dürfte der Blick auf die Tabelle trotzdem noch nicht sein.

DAS TABELLENBILD NACH ZAT 2

Nach sechs Spieltagen ist die Liga völlig offen. Anderlecht hat mit zwölf Punkten die Tabellenführung übernommen, punktgleich mit Standard de Liège und Roeselare. Dahinter folgen Hasselt, Union Luxemburg, Esch und Westerlo mit jeweils neun Punkten.

Noch enger geht es im unteren Bereich zu: Saint-Gilloise, Club Brugge und Mechelen haben jeweils sechs Punkte.

Vor allem der Vergleich zum ersten ZAT zeigt, wie schnell sich in Belgien alles drehen kann. Roeselare startete mit neun Punkten und steht nun nur noch auf Platz drei. Anderlecht dagegen war nach drei Spieltagen Achter und führt plötzlich die Tabelle an. Club Brugge und Mechelen haben ihre Nullnummern beendet.

Und so bleibt nach dem zweiten ZAT vor allem eines festzuhalten: Die Saison ist völlig offen. Der Spitzenreiter hat gewechselt, die Verfolger liegen dicht dahinter und selbst am Tabellenende ist noch lange nichts entschieden.
Der dritte ZAT dürfte damit bereits die nächste Runde im belgischen Tabellenkarussell einläuten.

BELGIEN-BLITZ: ROESELARE MARSCHIERT, HASSELT HAT EIN SOLIS-PROBLEM!

sf5078 für Belgien am 11.09.2026, 22:03

9 Punkte! 11 Gegentore! GerryG gegen den Verband! Und in Hasselt riecht es nach Ärger!
Brüssel – Was für ein erster ZAT! Drei Spieltage sind absolviert und die belgische Liga hat bereits mehr Gesprächsstoff produziert als mancher Verein in einer ganzen Saison. Ganz oben thront KSV Roeselare mit makellosen neun Punkten. Dahinter lauert ein Rudel aus Luxemburg, Hasselt, Westerlo, Jeunesse und Standard.
Doch während Roeselare jubelt, herrscht andernorts Alarmstufe Rot.

ROESELARE: „DREI SPIELE? DREI SIEGE!“
Wer soll KSV Roeselare eigentlich stoppen?
Erst wurde Royale Union Saint-Gilloise mit 1:0 bezwungen, dann Club Brugge mit 2:1 niedergerungen und zum Abschluss musste Standard de Liège beim 2:5 die Heimreise antreten. Neun Punkte, acht Tore, nur drei Gegentreffer.
Roeselare steht damit völlig verdient ganz oben und hat sich nach dem ersten ZAT bereits einen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Während andere Vereine noch ihre Tabellenplätze suchen, scheint Roeselare schon einmal vorsorglich den Meisterschaftsschal zu bügeln.

LUXEMBURG: ERST KLATSCHE, DANN KLATSCHE – ABER FÜR DIE ANDEREN!
RFC Union Luxemburg ist der erste Verfolger und hat dabei eine bemerkenswerte Achterbahnfahrt hingelegt.
Beim 5:2 gegen KV Mechelen wurde zunächst ordentlich auf den Tisch gehauen. Dann allerdings der Rückschlag: 0:3 bei KVC Westerlo. Doch Union Luxemburg ließ sich davon nicht beeindrucken und zerlegte anschließend RSC Anderlecht mit 4:0.
Sechs Punkte, neun Tore und Platz zwei.
Mechelen und Anderlecht dürften sich derweil fragen, warum ausgerechnet sie als Aufbaugegner herhalten mussten.

HASSELT: SPORTLICH TOP – ABER WAS IST MIT SOLIS?
Und dann wäre da noch Koninklijke Sporting Club Hasselt.
Vor dem ZAT auf Platz zehn. Jetzt auf Platz drei.
Das nennt man wohl Karriere mit Turbolader.
Hasselt schickte zunächst RSC Anderlecht mit 4:0 nach Hause, verlor anschließend 0:3 bei Saint-Gilloise und machte danach mit einem 3:0 gegen Club Brugge wieder alles richtig. Sechs Punkte, sieben Tore, Platz drei.
Eigentlich könnte in Hasselt also eitel Sonnenschein herrschen.
Eigentlich.
Denn über dem Klub schwebt weiterhin die große Frage: Wie stellt man sich dort eigentlich die Zukunft mit Trainer Solis vor?
Solis gilt schließlich nicht gerade als der uneigennützige Samariter unter den Trainern. Der Mann soll angeblich ziemlich genau wissen, was er wert ist – und was er dafür haben möchte.
Nun ist die Vereinsführung gefragt: Will Hasselt mit dem gierigen Solis in die Zukunft? Oder kommt irgendwann die Erkenntnis, dass selbst ein Tabellenplatz drei nicht jede Gehaltsforderung rechtfertigt?
Solis liefert jedenfalls Ergebnisse. Und Ergebnisse machen Trainer bekanntlich teuer.

ANDERLECHT: 0:4, 7:0, 0:4 – GERRYGs EMOTIONALER DREIKAMPF
Bei RSC Anderlecht dürfte man dagegen schon nach drei Spieltagen ziemlich gereizt sein.
Zum Auftakt gab es ein 0:4 in Hasselt. Dann folgte gegen Jeunesse d'Esch ein unglaubliches 7:0. Man hätte also meinen können: Krise beendet.
Denkste.
Danach reiste Anderlecht nach Luxemburg und bekam von Union gleich das nächste 0:4 eingeschenkt.
Drei Spiele, drei Punkte, sieben eigene Treffer, acht Gegentore und nur Platz acht.
Und mittendrin: GerryG.
Der Mann an der Anderlechter Seitenlinie dürfte sich inzwischen fragen, ob seine Mannschaft eigentlich Fußball spielen oder ihn testen möchte.
Doch GerryG hat offenbar noch ein weiteres Problem entdeckt: die Liga selbst.
Der Vorwurf steht im Raum: Korruption!
Der Verband reagiert prompt und unmissverständlich:
„Es gibt keine Korruption in der Liga.“
Damit GerryG aber trotzdem weiß, wo die Verbandszentrale steht, soll dort künftig ein Männeken Piss aufgestellt werden.
Man darf wohl davon ausgehen, dass dies die Kommunikation zwischen GerryG und dem Verband nachhaltig verbessern wird.

CLUB BRUGGE: DREI SPIELE, DREI NIEDERLAGEN!
Wenn man wissen möchte, wie man einen Saisonstart möglichst schmerzhaft gestaltet, könnte Club Brugge KV derzeit Anschauungsunterricht geben.
0:1 gegen Standard.
1:2 gegen Roeselare.
0:3 gegen Hasselt.
Null Punkte. Ein Tor geschossen. Sechs kassiert. Platz neun.
Club Brugge hat damit sogar das Kunststück geschafft, vom fünften Tabellenplatz auf den neunten Rang abzurutschen.
Besonders bitter: Ausgerechnet Hasselt, das vor dem ZAT noch hinter Club Brugge lag, zog nach dem 3:0 locker vorbei.
In Brügge dürfte man deshalb momentan nicht unbedingt die Champagnergläser polieren.

Mechelen: VOM ZWEITEN PLATZ DIREKT IN DEN KELLER
Noch dramatischer ist die Situation bei KV Mechelen.
Vor dem ZAT stand Mechelen auf Rang zwei.
Jetzt steht der Klub auf Rang zehn.
Null Punkte. Drei Spiele. Zehn Gegentore.
5:2 gegen Mechelen gewann Union Luxemburg.
2:1 setzte sich Standard durch.
3:0 schlug Westerlo zu.
Damit ist Mechelen das einzige Team, das nach drei Spieltagen noch keinen einzigen Punkt gesammelt hat.
Während Union Luxemburg oben mitmischt, darf Mechelen also bereits den Taschenrechner herausholen.

JEUNESSE: 5:0, 0:7, 5:4 – HAT JEMAND DIE ABWEHR GESEHEN?
A.S. La Jeunesse d'Esch ist dagegen das wandelnde Chaos.
5:0 gegen Westerlo.
0:7 gegen Anderlecht.
5:4 gegen Saint-Gilloise.
Zehn eigene Tore! Aber elf kassierte!
Sechs Punkte reichen trotzdem für Platz fünf.
Die gute Nachricht: Jeunesse kann offensichtlich Tore schießen.
Die schlechte Nachricht: Der Gegner darf das offenbar auch.
Wenn Jeunesse d'Esch so weitermacht, brauchen Zuschauer künftig keine Eintrittskarte mehr – sondern einen Blutdrucksenker.

WESTERLO: EINMAL 0:5, DANACH ZWEIMAL 3:0
KVC Westerlo hat derweil eindrucksvoll bewiesen, dass man einen katastrophalen Auftakt nicht unbedingt zum Saisonproblem werden lassen muss.
Nach dem 0:5 bei Jeunesse folgten zwei 3:0-Siege gegen Union Luxemburg und Mechelen.
Sechs Punkte und Platz vier sind das Ergebnis.
Westerlo hat damit ebenso viele Punkte wie Hasselt, Union Luxemburg, Jeunesse und Standard – und darf sich angesichts der Torbilanz sogar ein wenig als heimlicher Gewinner des ZAT fühlen.

STANDARD: SOLIDE, ABER ROESELARE WAR ZU GUT
Standard de Liège startete mit einem 1:0 gegen Club Brugge und legte anschließend ein 2:1 bei Mechelen nach.
Dann aber kam Roeselare.
2:5.
Standard steht mit sechs Punkten auf Platz sechs und bleibt damit in Reichweite der Spitze. Doch die Niederlage gegen den Tabellenführer zeigte auch: Wenn Roeselare ernst macht, kann es unangenehm werden.

SAINT-GILLOISE: EINMAL HUI, ZWEIMAL PFUI
Royale Union Saint-Gilloise erwischte ebenfalls keinen Traumstart.
0:1 bei Roeselare, danach ein überzeugendes 3:0 gegen Hasselt und schließlich ein spektakuläres 4:5 bei Jeunesse.
Drei Punkte, Platz sieben.
Saint-Gilloise ist damit weder Fisch noch Fleisch – aber immerhin deutlich näher an Europa als an Mechelen.

DAS TABELLENBILD NACH ZAT 1
Oben hat Roeselare mit neun Punkten erstmal die Pole Position.
Dahinter beginnt das große Gedränge: Union Luxemburg, Hasselt, Westerlo, Jeunesse und Standard haben allesamt sechs Punkte.
Dann folgt Saint-Gilloise mit drei Zählern.
Anderlecht ebenfalls mit drei.
Club Brugge und Mechelen dagegen stehen mit null Punkten ganz unten.
Und genau deshalb könnte der nächste ZAT bereits mächtig Druck erzeugen.
Roeselare kann sich absetzen.
Hasselt kann nach ganz oben angreifen.
Union Luxemburg kann den Spitzenreiter jagen.
Anderlecht muss aufpassen, dass GerryG nicht irgendwann einen Dauersitz vor der Verbandszentrale bekommt.
Club Brugge braucht dringend Punkte.
Und Mechelen braucht eigentlich alles.

DIE SCHLAGZEILE ZUM SCHLUSS
ROESELARE AUF MEISTERKURS – SOLIS AUF GELDKURS – GERRYG AUF VERBANDSKURS!
Der erste ZAT hat jedenfalls eines klargemacht:
Diese Saison wird kein Spaziergang. Aber offenbar gibt es in Belgien auch keinen Grund, dabei nüchtern zu bleiben.