Wohin geht der Weg?
Standard Lüttich ist nur mühselig in die neue Saison gekommen. Die letzte Saison war zwar auf dem Papier ganz erfolgreich, doch gefühlt waren es allesamt Pleiten. In der Champions League war im Viertelfinale Endstation, ausgeschieden durch ein Gegentor in letzter Minute. Im Pokalwettbewerb erreichte man zwar das Finale, verlor aber im Elfmeterschießen gegen den Pokalverteidiger Jeunesse Esch. Und in der Liga wurde man nur Vizemeister hinter Westerlo, der das Kunststück fertigbrachte mit nur 33 erzielten Toren in 30 Spielen den Titel zu holen. Standard Lüttich erzielte deren 60, bekam aber 41 Gegentore. Das waren genau die 17 zuviel, die im Endeffekt den 4 Punkte Abstand zum Ersten ausmachten. Auch diese Saison ist nicht gut angelaufen. In 3 Partien gab es bereits 2 Niederlagen. Wohin wird also der Weg diesmal führen?
Gelungener Saisonstart.
Wie in der letzten Saison, so mußten die übersichtlichen Fanscharen der KAA aus Gent nicht lange warten, um den ersten Auswärtssieg der Saison bejubeln zu können. Gegen das nicht angetretene Team von AS Eupen sprang ein auch in dieser Höhe verdienter 1:0-Sieg heraus. Für die Zuschauer war dieses Spiel allerdings kein schönes Erlebnis: nach dem Führungstreffer KAA's hatte Eupen Anstoß, konnte diesen aufgrund der nicht erschienenen Spieler jedoch nicht ausführen, sodaß das runde Leder für den Rest der Spielzeit verwaist im Mittelkreis herumlag.
Auf die Zielsetzung für die neue Spielzeit angesprochen, antwortete Trainer deVilde: "Wir werden uns anstrengen müssen, das Erreichte der letzten Saison zu bestätigen. Das frühe Ausscheiden im Pokal hat damals ungeahnte Kräfte freigesetzt und uns eine starke Rückrunde beschert. Wobei wir uns auch in mehreren Wettbewerben beweisen wollen, da wir langfristig die Teilnahme am internationalen Geschäft im Hinterkopf haben. Oder so."
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Nachdem dem vermeintlichen Fehlstart hatte sich Standard Lüttich etwas gefangen, bevor wieder ein neuer Rückschlag kam. Aber der Reihe nach. Zunächst einmal war am 4.Spieltag Revanche angesagt für das verlorene Pokalfinale gegen Jeunesse Esch. Diesmal ließen die Standard Spieler nichts anbrennen und konnten durch eine gute Defensivleistung die Chancen der Luxemburger auf ein Minimum beschränken. Lohn war ein relativ ungefährdetes 2:0 nach 90 Minuten. Auch das Traditionsteam RSC Anderlecht wurde mit dem gleichen Resultat nach Hause geschickt. Dann war wieder Reisezeit. Es ging zum kleinen Verein Cercle Brügge. Aber von Wegen klein! An diesem Tage jedenfalls waren sie riesig und hauten unser Team mit 4:0 aus den Latschen. Danach war Straftraining angesagt. „Ein solches Spiel unserer Mannschaft will ich nie mehr wieder sehen.“ so der enttäuschte Trainer Fuchur. Die nächsten Aufgaben lauten dann (H) Lokeren (A) FC Brügge (H) Genk.
deVilde gegen Auswärtsphobie
Für KAA Gent steht momentan Platz 5 der belgischen Jupiler League zu Buche. Ganz gut hinsichtlich der Heimbilanz, jedoch erschweren lethargische bis desolate Auftritte in der Fremde ein tabellarisches Vorwärtskommen. Am letzten Wochenende war außer ein paar traditionellen flämisch-wallonischen Kabbeleien im Duell gegen Standard de Liège wieder nichts zu holen.
"Was habe ich nicht alles versucht!" schwelgt Coach deVilde in Erinnerungen, "Um den Jungs bloß die Angst vor fremden Fußballplätzen zu nehmen. Nachts ohne Geld mitten in Charleroi ausgesetzt habe ich sie. Ärmelkanal-Durchquerungen, mit einem Arm auf den Rücken gebunden, habe ich organisiert. Neue Schnürsenkel für jeden gekauft. Und? Hats was gebracht? Nö!"
An mangelnder Experimentierfreude liegts es augenscheinlich nicht. Man wird sehen, wie das Team die Maßnahmen seines exzentrischen Trainers im Spiel gegen Lokeren verkraftet haben wird.
Wieder auf Kurs
So langsam hat sich das Team aus der Region Wallonien eingespielt. In den letzten sechs Spielen wurden 13 von 18 Punkten eingesackt. Es gab nur eine Niederlage und die war zu erwarten. Zumindest muß man sich nicht dafür schämen, wenn man beim Traditionsclub FC Brügge verliert. Das 0:2 war in der Höhe noch akzeptabel. Dafür wurde zuhause zweimal die Torpeitsche rausgeholt. Einmal ein 4:1 gegen den KSC Lokeren, dann ein 4:2 gegen den KRC Genk. Beim Aufsteiger aus Mons gelang das Kunststück eines torlosen Spiels, was in der Liga eher selten ist. Eine harte Nuß war das Team von Trainer Wim deVilde. Gegen KAA Gent sah es lange Zeit so aus, als ob gleich das nächste 0:0 folgt, bis Franck Berrier mit einem 30 Meter Fernschuß praktisch mit dem Schlußpfiff das glückliche 1:0 erzielte. Nach dem überraschenden 2:1 beim AS Eupen ist Standard Lüttich wieder auf Kurs in Richtung europäische Fleischtöpfe.
Hinrundendritter
Die Hinserie der belgischen Jupiler League ist beendet, und KAA Gent darf sich als Herbstmeister von Flandern bezeichnen. KAA treibt nun Pokalsieger Esch und die traditionell starken Wallonen aus Lüttich vor sich her.
"Ob wir wieder eine so strake Rückrunde hinlegen werden wie in der vergangenen Saison kann ich natürlich nicht sagen", blickt Trainer deVilde in die Zukunft, "da spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle. Gewiss ist nur die Ungewissheit. Aber jetzt können wir uns zum Ziel setzen, nach Platz 4 in 2011/2 eine ähnlich gute Platzierung ins Visier zu nehmen."
Gegen AS Eupen wurde zu Saisonbeginn der Grundstein zu KAAs Höhenflug gelegt. Nun erwartet man den mittlerweile abgeschlagen am Tabellenende liegenden Gegner daheim in Gentbrugge. Drei Punkte hier wären wichtig, um sich gegen die dicht folgende Konkurrenz zu erwehren.
Hinserie beendet
Die Hinrunde der Saison 2011-3 in der Jupiler League ist beendet und der sogenannte Herbstmeister kommt aus... Luxemburg. Der amtierende Pokalsieger aus Esch hat es nun auch in der Liga geschafft. Aber unser Team hat Boden gut gemacht und mischt im Titelrennen wieder mit. Ausschlaggebend war unter anderem die Heimstärke. Am 13.Spieltag wurde KV Kortrijk mit 3:0 durch Tore von Batshuayi, Seijas und Gonzalez geschlagen und am 15.Spieltag Lierse SK durch 3 Tore von Cyriac. Daß dazwischen eine Auswärtsniederlage hingenommen werden mußte, braucht man wohl nicht explizit zu erwähnen. Mit 0:3 sogar recht deftig. Standard Lüttich nimmt also nun den 2.Rang ein, 3 Punkte hinter Jeunesse Esch und 1 Punkt vor KAA Gent. Die Rückrunde startet auch sogleich und die Gegner heißen Westerlo, La Louvière (zuhause) und FC Brüssel (auswärts). Auch das Pokal-Achtelfinale steht an, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Spannung steht an
Dank überzeugender Darbietungen auf heimischen Parkett ist KAA Gent immer noch in der Spitzengruppe der Liga vorzufinden. Einmal mehr gelang es den Mannen des flämischen Coaches deVilde, mindestens ein Tor mehr zu erzielen als die Gäste.
Auswärts hingegen setzte es wieder mal eine Packung, sodass KAA hinsichtlich des Toreverhältnisses ins Hintertreffen geraten könnte, wenn die heiße Phase der Saison beginnt.
Und die steht schon bald auf dem Progamm; Spitzenreiter Esch hat sich gerade der Attacke des FC Brüssel erwehren können, da steht mit Standard Lüttich direkt der nächste direkte Verfolger ins Haus, ehe KAA in 3 Wochen nach Luxemburg reisen muß.
"Die derzeitige Situation ist, trotz des geringen Punkteabstands, nur eine temporäre. Ehe wir zum Angriff auf die Spitze blasen können, müssen wir erstmal unsere Platzierung verteidigen. Wir sind ja der Emporkömmling", hält deVilde den Ball flach. "Die nun in Aussicht stehende Teilnahme am internationalen Geschäft wäre schon ein Riesenerfolg für uns."
Wie gehabt
Die erste Woche der Rückrunde gleicht der letzten Woche der Hinrunde. Entweder gibt es ein 3:0 oder ein 0:3. Obwohl die Gegner natürlich andere waren. Es ist eigentlich der einzige Schönheitsfehler dieses schönen Spiels, daß Erfolge auswärts teurer sind als Heimerfolge. Aber die meisten Manager wissen, daß es nur um den richtigen Zeitpunkt geht. Die Rückrunde begann vielversprechend mit einem Sieg gegen den amtierenden belgischen Meister KVC Westerlo, wie gehabt 3:0. Das Hinspiel hatte man noch 0:1 verloren. Da war durchaus mehr drin gewesen. Gegen den FC Brüssel, immerhin Tabellenvierter, gab es die obligatorische 0:3 Niederlage. Im abschließenden Wochenspiel gelang ein zufriedenstellender 3:0 Heimsieg gegen RAA La Louvière. Die nächsten Wochen werden happig, da auch in der Europa League Spiele anstehen. Denn hier wurde die Hauptrunde erreicht. Auch in der Liga gibt’s Kracher, zunächst bei Jeunesse Esch, dann beim RSC Anderlecht und last but not least ein Heimspiel gegen Cercle Brügge.
Das Zünglein steht bereit
Noch neun Spieltage sind im Königreich Belgien zu absolvieren, und KAA Gent hält sich tapfer in der Spitzengruppe. Auch wenn man mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf den Platz an der Sonne aufweist, ist man weiterhin bestens aufgestellt. Das liegt vor allem an der hervorragenden Kondition, die Trainer deVilde einen weiten Handlungsspielraum läßt: "Meine Jungs sind in der Lage, ein aussichtslos scheinendes Spiel noch zu drehen."
Das klingt wie eine Kampfansage an die Meisterschaftsfavoriten aus Esch und Lüttich. Doch zunächst muß am nächsten Spieltage der aktuelle Meister aus Westerlo in Schach gehalen werden: "Keine leichte Aufgabe", prognostiziert deVilde, "aber wir dürfen jetzt nichts anbrennen lassen, sofern wir in der nächsten Saison tatsächlich international spielen wollen."
Endlich ein Auswärtssieg!
Das war eine ganz schön harte Runde. Zwei Auswärtsspiele standen an und die Devise war nicht zuviel an Boden zu verlieren gegenüber dem Spitzenreiter aus Esch. Denn am 19.Spieltag gab das unmittelbare Aufeinandertreffen, ein 6 Punkte Spiel sozusagen. Aufgrund unserer bekannten Auswärtsschwäche mußte man das Schlimmste befürchten. Unser Team konnte zwar lange Zeit das Spiel ausgeglichen gestalten und ein 1:1 halten, aber im Endspurt waren die Luxemburger besser und konnten auf 3:1 davon ziehen. Das war dann auch der Endstand, mit dem der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf 4 Punkte ausbauen konnte. Aber am 20.Spieltag kam die Kehrtwende. Lüttich konnte nach langer Zeit mal wieder auswärts gewinnen, bei Anderlecht mit 3:1, und Esch mußte eine überraschende 0:1 Niederlage bei Cercle hinnehmen. Der Abstand war also wieder auf einen Punkt verkürzt. Da am 21.Spieltag wieder beide siegen konnten, blieb das Tabellenbild erhalten. Das Zünglein an der Waage könnte aber noch KAA Gent spielen. Denn das Team aus Flandern trifft noch sowohl auf Esch als auch auf Lüttich. Wir behaupten aber einfach mal, daß die Meisterschaftsentscheidung über die sogenannten kleinen Teams fällt. Wer hier Punkte läßt, wird es schwierig haben, im Titelrennen mitzureden.
Ernüchterung nach Brüssel
Die gute Nachricht: KAA Gent hat den Tabellenplatz 3 verteidigt. Die schlechte: der generalstabsmäßig geplante Angriff auf die Tabellenspitze ist so wirkungslos verpufft wie ein Furz im Tornado. Was war passiert?
Frohen Mutes reiste die Truppe von KAA zum Auswärtsspiel in die Haupstadt, um beim dortigen FC die Punkte zu entführen und die bisher dürftige Auswärsbilanz der Ostflamen etwas aufzumöppen. Nach einer 2:0-Halbzeitführung hatten wohl einige Spieler schon zu häufig am kaltgestellten Kirschbier genascht, denn was die Gäste von da an boten, war eines Tabellendritten unwürdig. KAA wartete auf Kontergelegenheiten, die sich kaum ergaben. Scheinbar teilnahmslos nahmen die Spieler Tor um Tor hin, bis die Niederlage feststand.
Trainer deVilde wußte, dass man sich so nicht präsentieren kann, wenn man höhere Ambitionen hegt, denn: "So kann man sich nicht präsentieren, wenn man höhere Ambitionen hegt!"
Durch Frituurverbot und Straftraining versucht der Trainer nun, die Spannung in seiner Truppe zubewahren, und hofft auf einen Befreiungsschlag in den kommenden Spitzenpartien.
Esch bleibt vorn
Die Entscheidung in der Jupiler League naht und alles läuft auf einen Dreikampf zwischen, Esch, Gent und Lüttich hinaus. Interessant ist, daß Gent sowohl noch gegen Esch als auch gegen Lüttich antreten muß. Wenn das Team von Trainer Wim deVilde hier optimal punktet, könnte es mit dem Titel klappen. Aber die endgültige Entscheidung fällt wohl doch erst am letzten Spieltag. Alle 3 Teams konnten in der letzten Woche 6 von 9 Punkten holen. Die größte Überraschung war dabei allerdings die knappe 2:3 Niederlage von Gent beim FC Brüssel. Unser Team konnte dagegen bei Lokeren mit 3:2 und zuhause gegen den alten Konkurrenten FC Brügge 3:0 gewinnen, verlor dann aber beim 0:1 gegen Genk wichtige Punkte. Nun stehen 2 Heimspiele gegen Mons und Eupen sowie das Spitzenspiel bei KAA Gent an, die sicher schon die Messer gewetzt haben. Wir freuen uns auf ein spannendes Saisonfinale und wünschen „ein gutes Spiel“!
Flandernmeister?
Spannend wird es nochmal zum großen Finale der belgischen Jupiler League: geht der Titel nach Luxemburg oder Wallonien? Lediglich ein Punkt trennt die Kontrahenten voneinander. Hier hat Spitzenreiter Esch die Nase vorn, während für Standard de Liège vor allem die sehr gute Kondition spricht. Beide Teams werden sicher nichts unversucht lassen, um auch nach den abschließenden Partien die Nase vorn zu haben. Die Aufgaben für beide scheinen durchaus machbar, allerdings wartet am letzten Spieltag auf Esch mit Titelverteidiger Westerlo ein ganz großer Brocken. Entscheidet diese Partie womöglich die Meisterschaft?
Für die Flamn von KAA Gent gestaltet sich das Saisonfinale durchaus gespannt. Dank der zu erwarteneden Schützenhilfe aus Liège ist Tabellenrang drei und die damit verbundene Qualifikation zu Europa League für die Artevelder so gut wie sicher.
"Die Jungs sollen die letzten drei Partien genießen und sich dann gebührend feiern lassen", so Trainer deVilde über das Saisonfinale.
Spannung bis zur letzten Sekunde
Das ist die Situation vor der letzten Spielrunde in der Belgischen Torrausch-Liga. Und es sieht so aus, als ob unsere Prophezeiung vom 2.Dezember Wirklichkeit wird. Zitat: „Wir behaupten aber einfach mal, daß die Meisterschaftsentscheidung über die sogenannten kleinen Teams fällt.“ Und es sieht wirklich so aus, nachdem in der vergangenen Woche alle 3 Titelkandidaten Esch, Lüttich und Gent 6 Punkte holten. Im Spitzenspiel Esch gegen Gent gab es ein knappes 1:0 für die Luxemburger. Ein Ergebnis, was uns Lüttichern nicht so recht paßt. Ein Remis wäre besser gewesen. Aber Ligafußball ist kein Wunschkonzert. Und so könnten das bereits die Big Points für Esch gewesen sein. Wir Lütticher müssen nun alle 3 restlichen Spiele gegen Kortrijk, Mechelen und Lierse gewinnen und auf mindestens einen Patzer der Konkurrenten hoffen. Egal, wie es endet, alle haben tollen Fußball geboten und jeder hätte es verdient. Und wenn es für uns nicht reichen sollte, so werden wir brav gratulieren und versuchen zumindest das Pokalfinale gegen den FC Brügge zu gewinnen. Und damit allen Managern ein frohes Fest und einen guten Rutsch und danke an die Ligaleitung!