Und wieder einmal stehen die Uhren auf Null
Eine neue Saison mal wieder für Trainerurgestein Kollerpoler und seine Jungs von der Jeunesse. Seit Gründung der Benelux-Liga heißt es Jahr für Jahr wieder: Lasset die Würfel rollen für die Jeunesse und Kollerpoler! Wenn ich mich nicht verzählt habe und die Statistiken komplett sind, geht es für das Gespann in die 38.Saison - das ist ein ganz schönes Brett. Wer weiß, wie es weitergeht in der Zukunft. Trainerlegenden sind an der eigenen Seite gekommen und gegangen. Kurzlebige und langlebige. Was ebenso wechselhaft war, war der Erfolg. War die Jeunesse anfänglich ein klares Spitzenteam der Liga, flachte die Leistungskurve in den letzten Jahren immer weiter ab, sodass man inzwischen regelmäßig einen Blick auf die Abstiegsränge werfen muss statt auf die internationalen Fleischtöpfe schielen zu können. Wo soll das noch hinführen? Zur 50? Zum Titel? Oder in die ewige Ödnis des Mittelfeldes in den nächsten 37 Jahren?
Zurück in die Spur gefunden
Als Jahr des Umbruchs war die letzte Saison betituliert worden. Nach dem Aufstieg war der KVO fast kometenhaft in das obere Drittel der Jupiler League geschossen und hatte sich dort festgesetzt. Europapokal war fast schon normal. Von der Champions League hatte man immer geträumt, sie aber nie erreicht. Und dann das.
In 2015-3 gab es richtig auf die Nase. Auf Platz 11 stand man am Ende nur. Einige Fehler wurden im Laufe der Saison gemacht, die sich am Ende rächten. Etatkürzungen waren die Folge, der gerade erst erweiterte Prinz Alber Park drückte mit seiner Finanzierung. Der Spielerkader wurde ausgedünnt und vermehrt auf junge, wilde Spieler aus der Region gesetzt.
Und dieses Konzept ging voll und ganz auf. Am Ende der Saison 2016-1 stand Platz 4 mit der erstmaligen Teilnahme an der CL-Qualifikation. Darüber hinaus konnte zum zweiten Mal der Pokalsieg eingefahren werden.
Als "ein sehr gutes Ergebnis" stuft der Couch die letzte Saison ein. "Aus den vorhandenen Mitteln haben wir das Optimum rausgeholt. Manchmal muss man eben einen Schritt zurück machen um zwei Schritte nach vorne zu kommen", so Doc Dre.
In die aktuelle Saison startet der KVO wieder einmal als einer der Favoriten. Das bedeutet in der JPL aber nichts. Demnach will man bestmöglich durch die Saison kommen und auch am Ende - wenn es um die Wurst geht - noch handlungsfähig sein. Denn Meister geworden ist der KVO noch nie. Mal sehen, inwiefern man vom Meistertitel träumen darf.
Miserabelster Start aller Zeiten
Was für ein Panne beim amtierenden Meister Standard Lüttich. 0 Tore, 0 Siege, 0 Punkte, letzer Platz. Das hatten sich die Verantwortlichen natürlich ganz anders vorgestellt. Statt vorne weg zu laufen, läuft man jetzt hinterher. Die Fans sind stocksauer, der Vorstand außer sich vor Wut. Allen voran der Vorsitzende Ralf de Boeme fühlte sich in seiner Position bestätigt, dass der Verein einen neuen Trainer brauche.
Gerüchten zufolgen soll es Verhandlungen mit John Hartigan gegeben haben, der von England zum Ligakonkurrenten KAS Eupen gewechselt ist. Der Aufsteiger steht an der Tabellenspitze, Lüttich im Tabellenkeller.
Der Coach ist angezählt und steht vor den nächsten Partien gewaltig unter Druck. Auf Nachfrage in der Pressekonferenz erklärte er etwas von "Stress", "Spam-Ordner" und "diversen Verpflichtungen, wie z.B. dem Nationaltraineramt". So ein Fehler dürfe natürlich nicht passieren, aber er wolle nun alles in seiner Macht stehende unternehmen, um das Ruder wieder herumzureißen. Fans und Vorstand werden dies kritisch prüfen. Viel Zeit bleibt dem Trainer also nicht, um seine Kritiker versöhnlich zu stimmen.
Am Anfang weiss man nie wo man steht
Die neue Saison ist gestartet, die ersten drei Spiele gespielt und beim KVO hat man zumindest nichts falsch gemacht. Hätte man sich mehr mit den Gegnern beschäftigt, wäre sicherlich auch ein niedrigerer Sieg gegen das trainerlose Hamm Benfica drin gewesen. Na ja, was soll's.
Es scheint sowieso eine Saison mit vielen Fragezeichen zu werden. Aktuell drei trainerlose Teams und leider auch diverse NMR, die zu weiteren Trainerentlassungen und damit zu weiteren trainerlosen Teams führen könnten.
"Nicht nur, dass damit Einfluss auf die Liga genommen wird, nein auch die Motivation leidet darunter. Was soll ich als Trainer meinen Spielern denn als Marschroute mit auf den Weg geben? Die Zuschauer haben darauf auch keinen Bock. Hamm Benfica hat beim Gastspiel bei uns kurzerhand drei Spieler aus dem Gästeblock akquiriert um überhaupt vollzählig auflaufen zu können. Das ist doch kein Zustand. Gerade Hamm Benfica, die uns in der Vergangenheit so häufig den Ar*** aufgerissen haben", so Doc Dre.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation kurzfristig ändert und die belgische Liga somit wieder durch ihre Leistungsdichte glänzt. Na ja, immerhin stehen am kommenden ZAT Spiele gegen Gegner an, die mit ehrlicher Arbeit ihren Platz in der Liga suchen. So unter anderem das Derby gegen Brügge.
Jetzt stehen die Uhren auf 3.
Drei Spiele sind gespielt und ein runder Saisonstart sieht anders aus als das, was die Jeunesse hier auf den Rasen gesetzt hat. Ein souveräner Heimsieg und wird von einer chancenlosen Auswärtspleite und einer Heimpleite begleitet. Das kann man natürlich nicht gutheißen - und muss doch irgendwie damit leben. Aber jetzt muss schon nach der ersten Saisonwoche der Schalter umgelegt werden, um in die richtige Spur zu kommen und nicht den Abstiegsplätzen entgegenzutaumeln. Diese waren in den letzten Jahren zwar meist weit entfernt, aber doch ist der langsame und anhaltende Abstieg der Jeunesse kaum zu übersehen - und aufpassen muss man, dass er gestoppt wird, bevor man ganz von dannen dämmert. Denn wann und ob man dann wieder aus dem Schlaf der Enttäuschung geweckt wird, weiß man nicht...
Eine Neue Herausforderung
Wir haben einen neuen Trainer DJDARK wird den Verein nun übernehmen und wir freuen uns das wir so einen guten Trainer für den Verein zufinden. Er ist ein junger Trainer mit viel Erfahrung in der Trainerwelt mit einen guten Ruf. Hier ein kleines Interview mit den neuen Trainer .
TB: Herr DARK herzlichen Willkommen in Hamm wie kam es zu dem Wechsel ?
DJ: Der Wechsel kam eigentlich über Nacht. Ich war mit meinen Rosenburg in der Europokal Quali und ich merkte irgendwas stimmt hier nicht. Das witzige an der Sache war das meine Vertrag in Rosenburg zum 1.6 endetet und noch keiner von Vereinsseite auf mich zu kam wegen einer Verlängerung.
TB: Wissen sie warum ?
DJ: Keine Ahnung nach den Erfolgen die wir hatten mit Meistertitel und Pokalsieg wurden die Verträge immer per Handschlag verlängern. Nur dieses Jahr wurde ich nicht mal mehr gefragt welche Spieler ich haben wollte.
TB: Viele Fragen sich wieso Benfica Hamm ?
DJ: Es gibt mehrere Gründe . Meine Familie wollte wieder nachhause. Ich bin aus Longuich(bei Trier) und da ist es nicht mehr soweit. Nach den Jahren in Spanien und in Norwegen wollten alle zurück. Meine Tochter kommt jetzt in die Schule da wollte wir hier sein.
TB: Welche Ziele haben Sie in Hamm ?
DJ: Wir wollen so viel wie möglich gewinnen. Wir wollten nächstes Jahr wieder International spielen. Ich habe ein International Endspiel mit Oviedo verloren und das schmerzt mich heute noch. Geben Sie mir Zeit mit der Mannschaft und wir werden sehn was am Ende rauskommt. Ich freue mich auf die Spiele gegen neue Trainer und neue Vereine.
Trainerfrage zurückgestellt - vorerst
Nachdem Eklat zum Saisonbeginn verliefen die Spieltage 4-6 wieder versöhnlich für Standard Lüttich. Drei Spiele, drei Siege, damit kletterte man zumindest wieder aus dem Keller ins Mittelfeld.
Freilich sähe die Lage wohl wesentlich angenehmer aus, wenn man den Auftakt positiv gestaltet hätte. Doch da das Lamentieren über verschüttete Milch niemanden hilft, will man den Blick nach vorne richten.
International läuft es momentan recht erfreulich. Der RSC Anderlecht hat in der Europa League Qualifikation sein Heimspiel deutlich gewonnen. In der Qualifikation der Königsklasse gelang dem KV Oostende sogar ein Doppel-Sieg zu Beginn. Dafür muss das Team von Doc Dre nun gegen SL Benfica antreten, die noch fast über das volle TK verfügen, aber bisher über keinerlei Punkte.
In der Weltmeisterschaft haben sowohl Luxemburg als auch Belgien die erste und zweite Runde überstanden und dürfen beide hoffen, im Achtelfinale antreten zu können. Ein direktes Aufeinandertreffen wünscht man sich für das Finale - das gab es in ähnlicher Form schon einmal: Im EL-Finale (2014-2) zwischen Jeunesche Esch (Kollerpoller/Luxemburg) und KAA Gent (MasterBlaster/Belgien). Damals ging das Duell mit 1:0 an Kollerpoller.
Doch das ist lange her. Jetzt zählt vor allem die Gegenwart. Standard Lüttich erwarten wieder einmal knifflige Aufgaben. Denn man reist im nächsten Spiel zum souveränen Tabellenführer KV Mechelen. Mit 13 von möglichen 18 Punkten hat Olitor bisher erst eine Niederlage hinnehmen müssen, nämlich das letzte Auswärtsspiel beim Club Brügge KV. Zuhause hingegen ist Mechelen eine Macht: Aktuelle ein lupenreine Weste ohne Gegentor, aber auch in den letzten 4 Saisons gab es 55 Siege, 3 Remis und nur 2 Niederlagen. Damit Bestwert in diesem Zeitraum im Vergleich mit allen Vereinen.
Außerdem reist man noch zu Wendy mit ihrem KSV Roeselare. Gerade gegen diese Elf holte sich Lüttich schon häufiger eine blutige Nase. Bsp. 6:0 in der letzten Saison, davor zuhause mit 5:7 am letzten Spieltag verloren.
Außerdem erwartet man im Heimspiel das trainerlose Team RFC Union Luxemburg. Beim letzten Mal gewann Lüttich zuhause mit 5:3, damals führte Ortega noch den Verein. Doch der ist jetzt zum 5. Mal in seiner Karriere nicht beim Verein aufgetaucht. (1x Liga 2016-1, 3x im Pokal 2016-1, jetzt 2x zur aktuellen Saison). Große Tränen werden somit vermutlich die Ausnahme sein.
Verwunderlich ist da schon das Fernbleiben von Wim de Wilde beim Oud-Heverlee Leuven. Der Meister aus 2015-2 und Pokalsieger aus 2015-3 trat auch zweimal infolge nicht an. Damit verliert die JPL nachdem Weggang von Hauschild (FC RM Hamm Benfica) und Proedlo (KRC Genk) einen weiteren (bis dato) zuverlässigen und guten Mitspieler.
Erfreulich ist zu hören, dass diese beiden Traditionsvereine bereits wieder neue Trainer verpflichten konnten. Mit DJDARK, der mit Rosenborg BK bereits Meister (2014-1) und Pokalsieger (2014-3) wurde, hat der Vizemeister einen erfahrenen Coach gewinnen können.
Von Blackfight ist bisher wenig bekannt, doch jede große Karriere muss irgendwann einmal beginnen.
Leistung nicht bestätigt
Gut war man reingekommen in die Liga. Da die Liga aber dummerweise nicht ausschließlich aus Auswärtsspielen besteht, musste man zuletzt zwei Mal auswärts antreten. Und das liegt dem KVO bis dato noch nicht.
Komisch eigentlich, hatte man doch in der CL Quali ein lupenreines 4:1 in Wien feiern dürfen. In der belgischen Liga war das anders. Anscheinend hatte sich die Scouting Abteilung zu sehr auf Europa konzentriert. Man kriegte nicht einmal mit, dass sich Masterblaster per Zeitung zurück meldete. Ganz oder gar nicht hätte die Devise heissen müssen. Aber so? 4:1 ging es in die Hose. Ebenso wie das Gastspie in Roeselare. Das ging mit 1:0 verloren.
Alles in allem also gehörig Luft nach oben. Da hilft es auch nicht, dass man Brügge zu Hause schlagen konnte. Mittelmass ist man derzeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. 9 Punkte, 3 Siege, 3 Niederlagen.
Man kann es besser, das weiss man. Man muss aber eben auch mal demonstrieren. Und am Besten nicht nur zu Hause.
6 ruft die Uhr
Nach dem sechsten Spieltag hat sich die Jeunesse ein wenig stabilisiert. Neun Punkte, ein Platz im soliden Mittelfeld - naja. Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel. Dass man nach Westerlo die zweitschwächste Defensive der Liga stellt, war dem Ganzen sicherlich nicht besonders zuträglich. Es muss also besser werden in den kommenden Wochen, wenn man wieder optimistischer in die Zukunft blicken will und vielleicht gar oben angreifen... Aber dazu braucht es eine massive Leistungssteigerung. Immerhin scheint man auf einem ganz guten Weg zu sein, einen Sturz in die Kellergefilde nicht von vornherein heraufzubeschwören. Manchmal muss man einfach auch mal mit kleinen Dingen zufrieden sein...
Kollerpoler, Esch-Coach, zur Lage der Dinge: "So höret denn her, meine Herren Journalisten! Wir sind die Jeunesse und wir stehen da. Wie genau wir stehen, weiß man nicht, aber wir wissen genau, dass unsere Spieler alles dafür tun werden, dass wir bald besser dastehen werden. Darauf ein fröhliches 'Jeunesse'!"
Auf den letzten Drücker
Kurz vor Anpfiff werden die Verantwortlichen bei Standard Lüttich nervös. Wo bleibt denn nur der Coach? Erinnerungen an den unrühmlichen Saison-Start werden wach...
Doch dann hetzt er durch die Gänge des Stadions Richtung Kabine, mit deutlichen Schlaf-Rändern untern den Augen. Eine kurze Ansprache. Das wars.
"Die Mannschaft kenne ich nun bereit 6 Saisons, die Jupiler Pro League sogar schon 8 Spielzeiten. Da muss man nicht jede Woche das Rad neu erfinden. Außerdem komme ich gerade von der WM, wo wir mit der Nationalmannschaft ein nervenaufreibendes Achtelfinale gegen die Amerikanischen Jungferninseln erfolgreich bestritten haben. Als nächtes geht es dort gegen Papua-Neuginea, die bisher alle Gruppenspiele als Sieger absolviert haben. Das wird eine richtig harte Nummer."
In der Liga stehen nun zwei Heimspiele, die nicht minder leicht werden. Der Club Brügge KV gibt sich die Ehre, das waren bisher immer besondere Partien. Außerdem darf man gespannt sein, wie Neu-JPL-Trainer DJDARK seine Jungs des FC RM Hamm Benfica eingestellt hat. In der Pressekonferenz forderte er satte 7 Punkte.
Zudem reist man noch zum FC Dingerdange 03.
Was für ein Start
DJDARK der Trainer von Hamm wirkte nach seiner ersten Woche sehr zufrieden. Leider waren es zuwenige Punkte an dieses Spieltag. Wir wollten mehr aber manchmal bekommt man das nicht was man will. Wir müssen weiter Hart an uns arbeiten um unsere Ziele in der Liga zuerreichen. Meine Mannschaft hat große Probleme mit der Kondition muss ich leider feststellen. Ich kritesiere normalerweiße nicht meine Vorgänger aber das war keine Vorbereitung, ich kann normalerweiße nach 75 Minuten die ganze Mannschaft auswechseln das geht nicht. Nun geht es in einer wichtige Woche für uns. Wir spielen gegen 3 Mannschaft die wir mit der Luft die wir haben schlagen können. Das soll nichts gegen meine Trainerkollegen sein. Nur wir spielen Championsleague da müssten wir eigentlich alle schlagen die jetzt kommen. Ich erwarte mindenstens 7 Punkte von meinen Team. Alles andere ist nicht ok. Wir haben jetzt schon zuviele Punkte abgegeben. Auf gehts.
Heimbilanz weiter ausgebaut
Auf die Heimstärke kann man sich verlassen diese Saison. 5 mal ist man im heimischen Prinz Albert Park angetreten, 5 mal hat der KVO das Feld als Sieger verlassen.
Durch zwei weitere Heimsiege ist der KVO in der Tabelle auch wieder etwas nach oben gerutscht. "Aber das sagt nichts aus.", so Doc Dre und fügte an: "Die Punkte, die wir jetzt mehr haben als unsere Gegner erklären sich durch das Heimspiel, was wir mehr haben."
Also alles auf Null? Nein, so einfach ist das in dieser Liga auch nicht
"Wir sind doch schon einen Teil des Weges gegangen. 30% der Saison sind rum, wir haben aber erst knapp 18% unserer Ressourcen in die Wagschale geworfen. Langsam aber sicher werden wir uns steigern, ja auch auswärts mal eine Schippe drauf legen", schloss Doc Dre seine Worte ab.
Wenn der KVO auswärts was reissen möchte, so kann er an diesem ZAT bereits damit anfangen. Lediglich ein Heimspiel gegen Eupen wird flankiert von zwei Auswärtsspielen bei Jeuness Esch und Royal Mouscron-Peruwelz.
Und wieder ruft die Uhr, aber nicht Oma, sondern 9
Drei ZATs, neun Spiele. Erbarmungslos tickt der Spielezähler. Für die Jeunesse gab es tatsächlich wieder Auswärtspunkte zu bejubeln. Man glaubt es kaum. Ein 4:1 in Anderlecht, gepaart mit einem 3:0 gegen Antwerpen, beschert Kollerpolers wackeren Recken einen Sechs-Punkte-ZAT und damit den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Nach dem missratenen Saisonstart geht es also langsam ein wenig aufwärts - es bleibt aber natürlich abzuwarten, ob dieses leise aufflackerende Flämmchen des Positivtrends zu einer wahren Feuersbrunst wachsen kann oder ob es im Keim erstickt wird, was natürlich nicht zu hoffen ist. Manchmal muss man einfach Dinge durchleben, um danach zu wissen, wie sie gewesen sind - ich möchte sogar sagen, das ist der Regelfall. Also muss der Blick nach vorne gerichtet sein, um neue Herausforderungen im Blick zu haben, und gleichzeitig nach hinten, um die vergangenen auszuwerten. Wenn einem da mal nicht schwindelig wird!
Nicht ganz zufrieden
Wirklich zufrieden sah DJDARK nicht aus nach dem letzten Zat. Das 5 : 3 ärgert ihn immer noch. Mein Gegenüber hat gut gecoacht er hat alles richtig gemacht. Wenn in diesem Spiel halt nicht der Schiedsrichter ein Rolle gespielt hätte. Wenn man 3 Tore auswärts schießt und nicht gewinnt stimmt doch was nicht. Den Liege mache ich keinen Vorwurf die haben sich Fair verhalten. Wir gingen 1:0 in Führung und haben uns dann wie ein Hühnerhaufen benommen. So stand es den zur Halbzeit 4:1 für Liege auch hoch verdient. Wir kamen ran bis zum 4:3 aber dann wird es komisch. Mein Stürmer geht alleine aufs Tor und wird vom Verteidiger umgerissen ein klare Notbremse doch was gibts Gelb = Gelb Rot wegen einer Schwalbe unfassbar. Im Gegenzug fällt das 5:3 was alle in Ordnung war und auch Regelgerecht. Nur wenn man in so einen Spiel gegen eine Klasse Mannschaft so zurück kommt und im den Lohn gebracht wird, ist das schlimm. Das man sich als Trainer da aufregt ist doch normal. Die Frechheit noch das ich auf die Tribune geschickt worden bin ist ein Frechheit. Nochmal dank an Masterblaster der versuchte die Sache ruhig zuklären. Nun müssen wir halt wo anders gewinnen. Jetzt folgt ein schwerer Zat. 4 Punkte sollten drin sein.
Alter und Neuer Tabellenführer
KRC Genk ist alter und neuer tabellenführer.
Die Mannschaft von blackfight kommt immer mehr in Fahrt und schafft es seine Tabellenführung zu behaupten und sogar aus zubauen so ein Wahnsinn.
Wenn Sie so weiter machen stehen sie am Ende ganz oben und das ist auch das was der Trainer blackfight will. Ganz oben stehen und auch dort bleiben.
Hochkonzentriert geht es in die nächsten Partien und schaut gespannt auf die spiele von KRC Genk.
KV Oostende als Favourit der Buchmacher
Mag sein, dass der KV Oostende noch nicht an der Spitze steht. Doch was nicht ist, dass kann mit Sicherheit noch werden. In den Hinterzimmern der Buchmacher rechnet man jedenfalls fest mit amtierenden Pokalsieger. Mit üppigen Reserven von 43,4 TK hat der Verein von Doc Dre mal eben knapp das doppelte an Ressourcen wie der Spitzenreiter KRC Genk (25,3 TK). Bis auf diesen Ausreißer sind die anderen Vereine ziemlich dicht zusammen. Zwischen Platz 2 und Platz 13 liegen nur 5 Punkte. Genau so viel Vorsprung hat der Tabellenführer auf den Zweitplatzierten Royal Mouscron-Péruwelz mit 21 Zählern.
Alt bekannt ist die Weisheit, dass man zuhause möglichst eine weiße Weste braucht, gepaart mit ein paar Auswärtssiegen, um am Ende ganz vorne in der Jupiler Pro League zu stehen. Dazu braucht man selbstverständlich auch ein bißchen Glück.
Das Gegenteil ist weniger zuträglich. Diese Erfahrung musste diese Saison der KVC Westerlo machen. Viermal trat man gegen Zufallsgenerator an. Kassierte im Heimspiel 3 Gegentore (3:3), während Mitbewerber sogar ein 1:0 wagen und damit durchkommen (bsp. KV Mechelen am 3. Spieltag). Wenn man dann mit geballter Macht auswärts angreift und es dreimal mit 4 Gegentoren versucht, dabei 1x verliert, 1x siegt und 1x ein Remis herausholt, dann ist das schon ganz schön bitter. Denn die Chance, dass der Zuffi 4 oder 5 Tore zuhause erzielt, liegt gerade einmal bei 15 %.
Schön ist, dass der RSC Anderlecht und der KV Oostende ihre Qualifikationsrunden erfolgreich gemeistert haben. Der aktuelle Platz 2 in der 5-Jahreswertung ist momentan erreicht, aber der Vorsprung auf die Konkurrenz ist nicht groß. Einzig die Engländer werden wohl noch eine weitere Saison sicher auf Platz 1 thronen.
Bei der WM muss Belgien sich nun mit Papua-Neuginea messen. Aber die Chancen für ein Weiterkommen stehen nicht schlecht. Ob und was dann in einem möglichen Halbfinale geht, wird sich heute Abend zeigen.
Eine neue Woche ist wie ein neues Leben
Der Ball muss rollen. Manchmal rollt er auf dem Boden, manchmal rollt er wie auf Luftkissen derart durch die Lüfte, dass man seine Bewegung auch als Flug bezeichnen könnte. Wohin er auch rollt: Kontrolle ist alles. Erst den Ball kontrollieren und dann - zack - in das Tor des Gegners hinein. Das ist ein guter Plan. Für die Jeunesse geht es nächste Woche gegen Roeselare, Brügge und Standard Liege. Drei illustre Namen aus dem fremden Belgien. Da kann es natürlich nur darum gehen, den Ball derart geschickt zu kontrollieren, dass die Belgier gar nicht wissen, wie ihnen geschieht. Denn die Belgier sind schließlich Belgier und damit von der ganz wunderlichen Sorte. Natürlich, Gallien ist in drei Teile geteilt. Und die Belgier sind das tapferste der gallischen Völker, das weiß man nicht zuletzt seit dem alten Julius. Aber was sind denn dann die Luxemburger?
Im Westen nichts Neues
Bergauf, bergab geht es diese Saison mit dem KVO. Hatte man vor den letzten Spielen noch vollmundig angekündigt, endlich auch mal auswärts präsent zu sein, sah die Wahrheit auf dem Platz ganz anders aus.
Wieder zwei Niederlagen musste der KVO in Esch und gegen RMP einstecken. Nur zu Hause gelang ein knappes 1:0 gegen Eupen. Folgerichtig wurde der Anschluss an die Spitze nicht hergestellt - deutlich zu wenig für die eigenen Ansprüche. Da man jedoch in der Champions League Qualifikation die erste Runde überstanden hat, hält sich die Kritik am Trainer in Grenzen. Viel zu hören ist noch nicht, ganz zufrieden ist man in Oostende allerdings nicht.
"Wissen Sie, ich kann verstehen dass man mit unserem Spiel aktuell nicht zufrieden ist. Wir haben einen richtig guten Kader, der locker zu den Top 3 gehört, können es aktuell aber nicht auf den Platz bringen. Die Fans und der Verein wollen mehr, ja sie verdienen es sogar. Wir nehmen uns das auch vor, aber auswärts sind dann nach dem Anpfiff alle guten Vorsätze immer sofort wieder verflogen. Man könnte fast meinen, dass wir das bewusst machen um in der Rückrunde richtig Gas zu geben. Aber glauben Sie mir, wir alle würden jetzt auch gerne viel lieber im vorderen Drittel stehen und schon mehr Punkte haben.", so Doc Dre.
Über die Taktik in den nächsten Spielen war von Vereinsseite aus nichts zu hören.
Ausgeträumt
Der Traum vom WM-Finale ist ausgeträumt, gegen die Holländer reichte es am Ende nicht. Schade, dass man nicht einen der beiden anderen Semi-Finalisten erwischt hat, aber wenn man gegen den Stärksten im Feld antreten muss, kann das einfach passieren. Doch für die belgische Nationalmannschaft ist es immerhin das beste Abschneiden in ihrer Geschichte.
Die Verantwortlichen von Standard Lüttich werden dies zumindest auch mit etwas Erleichterung vernehmen, denn in jüngster Zeit war der Coach nicht mehr so präsent auf dem Platz, als wäre er nur physisch anwesend.
So ist denn auch nicht verwunderlich, dass die Königlichen derzeit nur Mittelmaß sind. Platz 10 mit bereits 9 Punkten Rückstand auf die Spitze. Damit rückt eine Titelverteidigung in weite Ferne, man muss in der momentanen Verfassung sogar um einen internationalen Startplatz fürchten.
Das Training hingegen lief routinemäßig ab. Nichts deutet auf Unruhe hin. Oder ist es nur die Ruhe vor dem Sturm?
Halbzeit ist, wenn die Hälfte der Zeit abgelaufen ist
Die Saison ist nun also zur Hälfte rum. Die Jeunesse steht auf einem überraschend starken zweiten Platz - aber die Erinnerung an die Vorsaison ist noch sehr präsent, in der es ähnlich gut aussah, ehe eine beispiellose Negativserie einen Sturz ins tabellarische Niemandsland bedeutete. Die Augen müssen also wachsam offen gehalten werden, damit sich diese Geschichte nicht wiederholt und die Jungs aus Esch auch in der zweiten Saisonhälfte eine ordentliche Leistung aufs Parkett legen können. Wenn dann am Ende tatsächlich mal wieder eine gute Platzierung dabei herausspringt, wäre man natürlich zufrieden wie ein Nussknacker, der plötzlich zum Leben erwacht ist und sich in einem Korb voller Nüsse wiederfindet. Walnüsse, Haselnüsse, vielleicht auch Paranüsse - den Optionen der Zufriedenheit sind keine Grenzen gesetzt!
Hinrunde beendet
Unter größten Kraftanstrengungen hat der KVO die Hinrunde hinter sich gebracht. Auswärts hat man wiederholt nichts gerissen, zu Hause dagegen bleibt die weisse Weste bestehen. Geahnt hatte man es irgendwie, dass ich beide Gegner besonders ins Zeug legen würden.
Trotz 5 geschossener Tore gegen die Königlichen aus Anderlecht sprang nur ein knappes 5:4 heraus. Ähnlich lief es gegen OHL. 4:3 war hier das Ergebnis. Da es auswärts die nächste Klatsche gab, hat man in Summe sogar ein negatives Torverhältnis aufzuweisen. Das gab es lange nicht beim KVO.
Aber sei's drum. Eigentlich geht es jetzt ja erst los. Masterblaster, Trainer von Lüttich sieht den KVO sogar als Favorit auf den Titel. Meint er das wirklich, oder steckt da einfach nur medientechnisches Kalkül hinter? Die nächsten Wochen werden es zeigen.
"Wir nehmen das was wir kriegen. Und wenn das mal der Meistertitel wäre, würden wir uns nicht dagegen wehren. Bis dahin stehen jedoch noch 15 spannende Spiele auf dem Spielplan", so Doc Dre nichtssagend.
Quo vadis?
Während sich John Hartigan fragt, wo er denn eigentlich ist, dürfte
die Antwort für den Coach in Lüttich nach den Worten des Vorsitzenden
eindeutig sein: Am Ende der Fahnenstange!
Die Beziehung vom
Vereinspräsident Ralf de Boeme und Trainer MasterBlaster war von Beginn
an eher schwieriger Natur. Kein Wunder, wenn zwei völlig
unterschiedliche Typen mit ihren jeweiligen Vorstellungen aufeinander
treffen.
Nach den jüngsten Ergebnissen frohlockt der Direktor
zunehmend, denn die von ihm gewünschte Veränderung scheint in greifbare
Nähe zurückenh. Der Verein liegt weiter hinter seinen sportlichen
Ansprüchen zurück und kann im besten Fall hoffen noch einen
internationalen Startplatz zu ergattern. Das hat sogar schon die
Konkurrenz erkannt, Doc Dre freut sich geradezu über den Besuch von
Standard Lüttich: Bei 9 Heimspielen gewann KV Oostende 9 Mal, eine
lupenreine Weste also. Das sieht beim amtierenden Meister ganz anders
aus, denn es stehen bereits 3 Niederlagen und Remis zu Buche. "Wenn
diese notwendigen Grundlagen fehlen, kannst du nun mal kein Meister mehr
werden."
Dazu kommen noch zwei Partien gegen den Zufallsgenerator. Harte Kost.
Die Zeit ist gekommen...
... mal wieder anzugreifen, ja einen perfekten ZAT auf's Tableau zu zaubern. Am letzten ZAT hat man bewiesen, auch auswärts was auf die Kette zu bringen. Die Heimserie konnte ebenfalls weiter ausgebaut werden. Insgesamt rückt das Tableau enger zusammen.
"Wir sind dran. Ich merke wie heiss meine Mannschaft ist. Sie stehen gut im Saft und brauchen nur das ok um losgelassen zu werden", so der Trainer.
Der nächste Spieltag bietet da eine hervorragende Bühne. Zwei Heimspiele gegen Roeselare und Lüttich werden flankiert vom Derby in Brügge.
"Gerade gegen diese Gegner zählen die Punkte doch im Prinzip doppelt. Lüttich hat uns ja bereits vor einiger Zeit als Meisterschaftskandidat gesehen, hat selber Ambitionen aufs internationale Geschäft. Roeselare steht auch gut im Saft. Und zum Derby, muss ich da wirklich was sagen? Gucken Sie sich einfach unsere Auftritte in der letzten Saison an", ergänzte Doc Dre weiter.
Man hat sich was vorgenommen an der Küste. Es gilt!
Man muss mitschwimmen, bis man untergeht
Die ersten drei Rückrundenspiele sind Geschichte und die Jeunesse ist immer noch oben dabei - eine gute Sache. Aber der Blick auf die jagende Meute der Titelfavoriten (Ostende!) zeigt doch deutlich auf, dass man sich stets aufmerksam nach hinten umblicken muss, wenn man auch nur einigermaßen gewillt ist, seinen Blitz im vorderen Drittel zu behaupten. Zwei Siege in dieser Woche sind eine feine Sache. 33 Punkte sind auf dem Konto - das dürfte für den Klassenerhalt vermutlich bereits ausreichen. Wenn die Rückserie eine Symphonie des Scheiterns wie im Vorjahr werden sollte, ist das ja auch schon mal wichtig. Aber natürlich muss man versuchen, die Leistung zu stabilisieren, damit es am Ende vielleicht mal wieder zu einem Platz im internationalen Geschäft reicht für die Jeunesse. Zwar ist das Jahr noch lang, die Spielzahl beträchtlich und sowieso, aber der Blick nach vorne zeigt, dass nichts unendlich ist, nicht mal die Saison.
Damnit, where am I?
Eigentlich wollte der alte Trainerhaudegen John Hartigan seine Karriere mit dem Niederlegen des Amts in Liverpool beenden. Die Zeit in der Stadt der Beatles war spannend und letztlich auch anstrengend. Zu viele Mauscheleien in der selbst ernannten Triple Double Quadruple Sextuple Clubs nahmen den Spielspaß. Warum man sich dann dennoch Saison für Saison durchgequält hat? Die Antwort war wohl einfach: Eitelkeit. Mit einem Titel wäre es sich ja viel leichter gegangen. Die Chose hätte aufgehen können, tja, hätte, wenn man erfolgreicher gewesen wäre. So ist Hartigen jetzt nach einem Abstieg abgehauen. A very british gentleman, indeed. Aber was ist heutzutage denn noch überhaupt wirklich britisch? Nach dem #brexit fragte sich dann Hartigan eh, ob es nicht ganz gut gewesen ist, dass er an einem verregneten Donnerstagmorgen im trüben Niemandsland in einer kleinen Stadt namens Eupen aufgewacht ist. Die Pommes sind besser, die Leute sind freundlicher und das Wetter ist nur halb so schlimm wie im UK. Warten wir es mal ab, bis er herausfindet, dass er im belgischen Sprachbingo die schwierigste Sprache sich ausgesucht hat.
Sprachbarrieren
Mit vierzehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone hält KAS Eupen sehr gut in der schwierigen Post-Aufstiegssaison. Das schaut gut aus, trübt aber den Blick auf die Realität. Mit einer bedauernswerten Restkondition spüren die Deutschbelgier klar die Strapazen der sehr langen Saison. Der Klassenerhalt sollte drin sein, aber die anderen Ziele wie einstelliger Tabellenplatz oder Qualifikation fürs europäische Geschäft bleiben in dieser Saison viel zu weit weg. Egal, wie man sich streckt.
Aber in Eupen gibt man sich auch mit weniger zufrieden. "Ich habe schließlich nicht einen kurzfristigen Vertrag unterschrieben", so der selbstsichere Trainer John Hartigan. Seltsame Aussage eines alten Fuchses im Geschäft. Gerade er müsste doch wissen, dass mit Misserfolg schnell der Trainerstuhl wackelt. Und das natürlich erst recht, wenn man nicht mal versteht, was "Trainerstuhl wackelt" überhaupt heißt.
Plötzlich Erster
Der Platz an der Sonne. Es ist warm, es ist sonnig, es ist angenehm. Noch. Doch weiß man, ob die Sonne nicht eines Tages so heiß brennt, dass man einen Sonnenbrand bekommt und nicht mehr in der Sonne liegen will, da der Sonnenbrand droht und vielleicht gar zu einem Sonnenstich wird, der einen derart niederdrückt, dass man auf dem Boden nur so vor sich hinröchelt. Um dieses prachtvolle Bild auf den Fußball zu übertragen: Die Jeunesse ist jetzt also Erster. Was aber wird jetzt geschehen? Beflügelt die Situation die Mannen aus Luxemburg? Oder droht der massive Druck, die Jeunesse zu erdrücken, so dass die zuletzt guten Ergebnisse in der Endphase der Saison wieder verwässert werden? Die nächsten Spiele werden es uns allen zeigen. Neun sind noch auf der Uhr, und gnadenlos tickt der Zähler runter. Tick. Tick. Tick. Bis das Tack kommt, das alles aus dem Ruder wirft.
Der Elch ruft
Manche Dinge können einem schon mal die Laune verderben. Wenn die belgische Nationalmannschaft gegen Wales 1:3 verliert, trägt das nicht gerade zur Verbesserung bei. Wenig tröstlich, dass man in der Torrausch-Version zumindest eine Runde weiterkommen ist, nur um dann gegen die Holländer den Kürzeren zu ziehen.
Für Lüttich sind die sportlichen Belange derzeit unterirdisch. Im Vergleich war man noch nie so schlecht, 29 Punkte nach 21 Spieltagen ist ein absoluter Negativ-Rekord. Denn somit rückt die internationale Teilnahme in der nächsten Saison in weite Ferne.
Für diesen Fall würde vermutlich eine entsprechende Klausel im Vertrag greifen, die Ralf de Boeme zu seinem sehnlichsten Ziel führen dürfte. Doch noch ist es nicht so weit, denn der Trainer hat noch 9 Spieltage Zeit um das zu verhindern. Plan B wäre der Gewinn des nationalen Pokals und Plan C die klitzekleine Aufgabe, die Championsleague zu gewinnen.
Zur Bündelung der Kräfte ist die Mannschaft für ein 5-tägiges Trainingslager nach Norwegen aufgebrochen. "Wir müssen unbedingt die alten Strukturen durchbrechen, wenn wir diese Saison noch etwas erreichen wollen." Die Früchte dieser Reise wird man hoffentlich bald sehen können, denn viel Zeit bleibt Standard Lüttich nicht mehr.
Heimserie ausgebaut
Das primäre Ziel, die Heimserie weiter auszubauen ist gelungen. Der vollmundig angekündigte perfekte ZAT ist es nicht geworden. Dafür war Brügge auswärts dann doch eine Nummer zu groß.
Dennoch hat sich der KVO weiter nach vorne geschlichen und ist nur noch 3 Punkte bzw. 4 Punkte, wenn man das Torverhältnis betrachtet, von der Tabellenspitze entfernt.
"Wir wissen ganz genau, dass wir auswärts auch noch was holen müssen. Ein Erfolgserlebnis auswärts wird wahrscheinlich nicht einmal langen. Darauf arbeiten wir hin, das haben wir im Griff. Glauben Sie mir", gab der Trainer an.
Möglichkeit dazu gibt es bereits am folgenden ZAT. Auswärts Differdange und Westerlo, zu Hause gegen Genk, die am letzten Spieltag schwer abgestürzt sind.
"Angeschlagene Gegner sind bekanntlich am Schwierigsten einzuschätzen. Wir wollen gewinnen, und das werden wir!", sicherte der Trainer zu.
Alles in allem schwere Aufgaben. Aber einfach wäre auch langweilig.
Eupen GO
Was war das doch für eine triste Welt bevor diese Applikation für mobile Endgeräte auf den Markt geworfen worden ist. John Hartigan, der Trainer vom belgischen Erstligisten KAS Eupen, musste sich beispielsweise damit auseinandersetzen, wie denn der Rasen im Kehrwegstadion beschaffen ist, wie die jugendlichen Kicker so trainieren und was für vorzügliches Bier doch im Vereinsheim zu erstehen ist. Und dabei musste er sich ständig mit diesen komischen Belgiern auseinander setzen. Dessen Sprache er überhaupt nicht sprechen kann. Zum Glück lernt er ja jetzt flämisch.
Aber das kann er sich vielleicht auch sparen. Denn diese neue mobile App, Eupen Go nennen wir sie aus markenrechtlichen Gründen mal lieber, bringt ihn jetzt auch raus in die Stadt und so lernt er ganz nebenbei Eupen kennen und lieben. Und seine Spieler bewegen sich seit dem App-Release eh so viel wie noch nie. 20 km am Tag? Kein Problem mit Eupen GO! ...
Was ist denn das?
Oh ein wildes...
Ach, Mist, schon wieder ein Zubat.
Und weiter tickt die Countdownuhr
Tick. Noch 6 Spiele. Tack. Nervosität. Tick. Aufregung. Tack. Vorbereitung auf Mechelen. Tick. Anspannung. Tack. Vorbereitung auf Ostende. Tick. Bibbern. Tack. Vorbereitung auf Union Luxembourg.
Kurzatmig geht es für die Jeunesse auf die Zielgerade. Noch sechs Spiele, und weiter steht man vorn. Die Rückkehr nach Europa sollte eine reale Option sein - oder ist nach Jahren des Darbens vielleicht sogar noch mehr drin? Tick. Die Frage ist und bleibt offen. Tack. Erst in zwei Wochen werden wir das wissen. Tick. Solange heißt es ausharren. Tack. Das beste hiffen und arbeiten. Tick. Arbeiten. Tack. Arbeiten.
Und weiter tickt die Countdownuhr
Tick. Noch 6 Spiele. Tack. Nervosität. Tick. Aufregung. Tack. Vorbereitung auf Mechelen. Tick. Anspannung. Tack. Vorbereitung auf Ostende. Tick. Bibbern. Tack. Vorbereitung auf Union Luxembourg.
Kurzatmig geht es für die Jeunesse auf die Zielgerade. Noch sechs Spiele, und weiter steht man vorn. Die Rückkehr nach Europa sollte eine reale Option sein - oder ist nach Jahren des Darbens vielleicht sogar noch mehr drin? Tick. Die Frage ist und bleibt offen. Tack. Erst in zwei Wochen werden wir das wissen. Tick. Solange heißt es ausharren. Tack. Das beste hoffen und arbeiten. Tick. Arbeiten. Tack. Arbeiten.
Beredter Fleiß muss es sein. Engagement und hehre Arbeitsmoral mit dem Blick nach vorn. Ohne den Spaß an der Freude zu vergessen. Die Leichtigkeit des Spiels. Die Schönheit des Seins. Die Hoffnung.
Meisterschaft: Holt die Jeunesche Esch den 7. Titel?
Kollerpoller ist der Mann der Stunde. Das Urgestein der JPL steht wieder an der Spitze. 6 Spieltage vor Ende stellt sich damit die große Frage, ob es für den 7. Titel reichen wird. Vor 7 Saisons - in 2013-3 - holte man das letzte Mal die Krone Belgiens.
Eine große Rolle wird dabei der Zufallsgenerator spielen. Denn die Jeunesche Esch tritt noch 1x gegen den Zuffi an. Dazu kommt noch ein schweres Restprogramm, denn viele Kontrahenten wie der KV Mechelen, der KSV Roeselare, der KV Oostende haben noch fast das doppelte TK im Vergleich zum Tabellenführer.
Der größte Konkurrent Royal Moucron-Péruwelz tritt gleich 3x gegen den Zuffi an und tritt ansonsten gegen fast die gleichen Kontrahenten an, wie der Spitzenreiter. Falls der Zuffi also wieder ähnlich freudig agiert wie zuletzt, dürfte es für Big daddy eine schwierige Aufgabe werden.
Ernsthafte Hoffnungen darf man sich deshalb auch beim FC Differdange 03 machen. Zwar hat man 4 Punkte Rückstand und 4 Auswärtsspiele vor der Brust, dafür ein relativ gutes TK und ein leichter Heimsieg gegen den völlig verausgabten KRC Genk auf der Agenda. Jedoch muss Harry Tripoteur geschickt agieren, denn die meisten Gastgeber sind sogar noch besser aufgestellt als er, was die vorhandenen Reserven angeht.
Damit könnte der lachende Vierte Mister X werden. Denn der RSC Anderlecht hat nur 5 Punkte Rückstand und noch 4 Heimspiele in petto. Insgesamt tritt der RSC noch 3x gegen den Zuffi an.
Die restlichen Teams werden vermutlich keine Chance mehr auf den Titel, wohl aber auf einen internationalen Startplatz haben.
Besonders bitter ist das für Doc Dre, der beim letzten ZAT mit 0 Punkten einen herben Rückschlag hinnehmen musste. Nur ein Wunder von 6 Siegen infolge könnte vielleicht noch dafür sorgen, dass der KVO am Ende oben steht. Aber 9 Punkte Rückstand sind eben schon eine Hausnummer.
Für Standard Lüttich gilt es, sich zumindest eine Start-Ticket für internationale Parkett zu sichern. Andernfalls droht vermutlich der Rauswurf.
Das ging kräftig in die Hose
Federn gelassen hat der KVO. Ein 0 Punkte ZAT, das hat es lange nicht mehr gegeben. Im Prinzip der zweite Tiefschlag nach dem EM Aus der deutschen Nationalmannschaft.
Das auswärts nicht viel geht dieses Jahr, ist man ja schon gewohnt. Dass aber auch zu Hause die blitzweisse Weste so fahrlässig abgeschenkt wird, ist nicht zu entschuldigen.
"Wir, das Trainerteam und die Mannschaft sind nun gefordert, die Saison noch irgendwie zu retten. Es gibt keine Ausreden mehr, es zählt. Wir haben unser Potential nicht ansatzweise ausgeschöpft bzw auf den Platz gebracht. Da muss mehr kommen von uns.", gestand der sichtlich irritierte Trainer ein.
Im Gegensatz zur DFB Elf geht es und muss es weitergehen. Man ist noch nicht in der Sommerpause. Und das ist auch gut so. Die Saison soll so nicht zu Ende gehen.
In Differdange werden die Meisterfeier-Shirts gedruckt
Zunächst gilt der Dank an einen zuverlässigen, motivierten und netten Ligaleiter der seine Aufgabe in der ersten Saison super gemeistert hat.
Einer umfangreichen Analyse von MasterBlaster ist (fast) nichts hinzuzufügen. Klasse Artikel! Einzig über die Aussage, dass 50 Punkte für den Titel auf keinen Fall reichen können, lässt sich streiten. Ein rekordverdächtig niedriger Punktestand des Meisters liegt in der Luft, wobei der Tipper bei gutem Verstand auf das Überraschungsteam Differdange setzen wird.
Mouscrons hat sich mit einem 0 Punkte ZAT aus dem Titelrennen verabschiedet. Mit einem 4:5 gegen einen Abstiegskanditaten zu Hause verpielte man sich eine herausragende Position und reicht der Jeunesse vermutlich die Hand für eine gemeinsame Abfahrt. Nach einer verkorksten vorherigen Saison, bei der der Trainer eher abwesend auftrat und mit einer verunglückten Urlaubsvertretung im Champions League Viertelfinale die Hoffnungen einer belgischen Titelverteididung zerstörte, ist man sehr zufrieden mit den Leistungen diese Saison und stellt schon die Weichen für die nächste Saison. Ein erstes Zeichen dafür ist die langjährige Vertragsverlängerung mit dem Trainer. Ein Ralf de Boeme sitzt zum Glück nicht im Nacken.
FC Differdange ist (plötzlich) Favourit
Die Jupiler Pro League sorgt immer wieder für Überraschungen. Letzte Woche sah es noch ziemlich gut für die Jeunesche Esch aus, doch dann kam, sah und siegte der Zufallsgenerator. Wieder einmal mehr in dieser Saison.
Der Tabellenführer aus Esch muss wenn es ganz schlecht laufen sollte, sogar damit rechnen, letztlich nicht mehr auf einem der internationalen Startplätze zu landen. Das trotz zweier Heimspiele? Ja, denn die Reserven sind fast erschöpft und die Konkurrenz hat noch genügend im Tank, um Punkte aus Esch entführen zu können.
Mit nur einem Punkt dahinter lauert der FC Differdange 03 auf seine große Chance. Als Aufsteiger in 2015-2 landete man auf Rang 12, letzte Saison bereits auf Platz 3 und in der dritten Saison könnte Harry Tripoteur den Titel einfahren. Ein totsicheres Heimspiel gegen den einzigen Verein, der keine Tore mehr schießen kann, lassen 6 Auswärtstore zu. Bleibt die Frage: Werden diese verteilt oder gebündelt?
Das könnte für DJDark von Bedeutung sein. Denn er empfängt den designierten Meister, hat selbst eine Partie gegen den wehrlosen KRC Genk und müsste auswärts beim aggressiven Zufallsgenerator antreten. Der FC RM Hamm Benfica könnte also seine Resourcen nutzen und mit 7 Heimtoren dagegen halten.
Die zweite Auswärtspartie hat Differdange beim KVC Westerlo. Bender ist ein alter Hase im Trainergeschäft. Er könnte ebenfalls mit 7 Toren alles offen halten. Oder aber er geht auf Risiko und setzt auf die abschreckende Wirkung und versucht seinerseits einen 9-Punkte-ZAT.
Dazu müsste er natürlich in Lüttich gewinnen. Doch das will man beim noch amtierenden Meister gerne verhindern, denn das würde wohl die eigenen Chancen auf einen internationalen Startplatz runinieren.
Der KRC Genk hat sein Pulver inzwischen verschossen und wird vermutlich im Mittelfeld landen, denn ohne Tore wird es aller Wahrscheinlichkeit nach auch keine Punkte mehr geben.
John Hartigan und sein KAS Eupen hat noch zwei Heimspiele vor der Brust und gute Chancen im nächsen Jahr Belgien international zu vertreten. Er gehört zu einem Dreier-Gespann mit jeweils 43 Punkten. Dazu zählt auch Royal Moucron-Péruwelz. Big daddy hat damit auch nur 4 Punkte Rückstand auf Differdange. Allerdings ist das Restprogramm herausfordernd. Mit Roeselare und Mechelen kommen zwei der drei TK-stärksten Mannschaften zum Tabellenfünften, der außerdem beim zuletzt so offensiven Zuffi RFC Union Luxemburg antreten muss. 9 Punkte oder 0 Punkte. Beides scheint möglich, je nachdem wie der ZAT verläuft.
Der RSC Anderlecht hat ebenfalls 43 Zähler und ein ähnliches Restprogramm, im Vergleich wird Roselare gegen den KVO getauscht. Das macht die Sache vermutlich aber auch nicht einfacher. Denn die Truppe von Doc Dre liegt mit 42 Zählern nur 1 Punkt dahinter. Der KV Oostende darf direkt zweimal gegen den Zuffi antreten. Ist dann ein Angriff in Anderlecht vermeintlich erfolgsversprechender?
Mit 41 Zählern hat der KSV Roselare nur noch krasse Außenseiter-Chancen auf den Titel, auf wenn das TK vielleicht 3 Siege hergibt. Denn die Gegenwehr des Tabellenführers ist beschränkt, Eupen wird sich aufrund seines TKs allem Anschein nach nur auf seine beiden Heimspiele konzentrieren, so dass Royal Moucron-Péruwelz als einziger Prüfstein übrig bleiben dürfte. Aber dennoch werden 50 Punkte nicht für den Titel reichen.
Das gilt in gleichem Maße für Lüttich und Westerlo, die ebenfalls 41 Punkte haben, aber weniger wahrscheinlich bei 50 Punkten landen werden, zumal sie noch gegeneinander antreten.
Der Club Brügge KV hat noch sein Heimspiel gegen Kollerpoller, was Andi von Hideta sicher gewinnen kann, wenn er will.
Dann kann er noch auswärts angreifen, entweder bei Westerlo, der von bisher 13 Heimspielen 7-Mal mit 1:0 gewinnen wollte (und das auch 6x geschafft hat) oder gegen Eupen (der es bisher 1x versuchte und auch schaffte). Oder geht der Startrainer sogar noch mehr Risiko ein, weil er Esch den Auswärtsangriff nicht zutraut?
Der KV Mechelen ist bereits auf der Abschiedstournee von olitor, der seit 12 Saisons in Belgien aktiv ist. Nach seinem NMR war der Abschied die konsequente Entscheidung. Damit verliert die JPL in dieser Saison nach HauSchild, proedlo, Wim deVilde ein weiteren festen Bestandteil der letzten Jahre.
Es kann sehr spannend werden, falls sich der große Favourit nicht wie erwartet auswärts durchsetzten kann. Denn in diesem eher unwahrscheinlichen Fall könnte die Reihe an Titelkandidaten auf einmal sehr stark ansteigen...
Zufällig den Titel verspielt
Die Ausgangslage war gut - die Betonung liegt auf "war". Nach der Auswärtspleite beim zufallsgesteuerten Union Luxembourg sind die Titelträume zerstoben. Puff, weg, wie ein Samenkorn im Wind, das langsam und leise durch eine sanfte Brise aus den Händen eines euphorischen Kindes geweht wird, das nun panisch und verzweifelt das Samenkorn jagt, ihm folgt, und dabei verzweifelt rufend doch ohne Chance bleibt. Der Heimsieg gegen Mechelen, ein hart erkämpftes 5:4, ist ein Muster ohne Titelwert - einzig die Fahrkarte nach Europa könnte er sein, wenn am letzten ZAT der Saison nicht noch ein Rutsch ins Totaldesaster erfolgt. Ausgeschlossen ist das nicht, jetzt, wo Mannschaft und Trainer frustriert vor sich hin stieren statt konzentriert weiterzuarbeiten. Was also geht noch für die Jeunesse am letzten ZAT der Saison? Die Meisterschaft scheint Utopie. Ein Top-6-Finish, um zumindest mal wieder international dabei zu sein, sollte machbar sein - wenn es gelingt, den Fokus wiederzufinden. Sonst droht der finale Absturz ins graue Mittelfeld.
Blase zerplatzt
Nur noch die kühnsten Optimisten glauben noch an das Wunder. Aber eigentlich ist der Drops gelutscht, ja die Meisterschaftsblase zerplatzt.
Die Heimniederlage hat dem KVO das Genick gebrochen, dass es zuletzt nur 6 Punkte trotz hohen Einsatzes gegeben hat, verschlimmert die Situation nur noch.
Es geht jetzt darum, die Saison zu retten und noch irgendwie ins internationale Geschäft zu kommen. Dafür wären Siege wichtig, gerade auswärts. Trifft man doch am finalen Spieltag auf den RSC Anderlecht, Royal Antwerpen und OHL. Alle haben ihre Ziele, gerade die letzten Spiele haben gezeigt, dass der Zuffi scheinbar eine ganz eigene Dynamik kriegen kann und der Abstiegskampf noch längst nicht entschieden ist. Von denen da unten hat sich noch kein Team aufgegeben. Und Anderlecht? Für die wäre es auch eine verschenkte Saison, wenn man nicht international dabei ist.
"Wir erwarten spannende Abschlussspiele. In die Tabelle wird noch jede Menge Bewegung reinkommen. Es wird Ergebnisse geben, die man so nicht geahnt hätte. Wir warten ab was kommt und analysieren dann in Ruhe die Saison", so die Pressemitteilung des KVO. Der Trainer stand vor den letzten Spielen nicht für ein Interview zur Verfügung.