Neue Saison startet
Ziemlich verspätet erschien Trainerurgestein Daniel zur Pressekonferenz des KV Mechelen. Entschuldigend blickte er in die Runde der Pressevertreter und erzählte anschließend von der Sommerpause und der anstehenden Saison: "Ich muß gestehen, die Sommerpause hätte ruhig noch ein Woche länger sein können. Nach dem Gewinn der Meisterschaft, den ganzen Feierlichkeiten und der daraus resultierenden kurzen Saisonvorbereitung, bin ich etwas platt. Nichtsdestotrotz gilt es sich der erneuten Herausforderung zu stellen. In dieser Saison sind wir die Gejagten, den man wahrscheinlich nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt!"
Das Ziel ist es oben mitzuspielen. Bisher sprang mindestens immer der zweite Tabellenplatz unter Daniels Regie heraus. Das kann ja nicht immer so sein. Gerne würde man im Pokal oder auch international eine bessere Rolle spielen.
Ich glaub' es geht schon wieder los...
... das darf doch wohl nicht wahr sein.
Doch! Ist es aber. 2018-2 steht in den Startlöchern. Und der KVO mischt immer noch mit. Mal mehr, mal weniger. Im Pokal meist ganz gut, in der Liga, na ja, lassen wir das.
Aber dieses Mal soll alles anders werden. Die Ausgangsposition ist wieder einmal hervorragend, die Diskussionen um den Trainer und seinen Wechsel nach Hamburg zum HSV sind vom Tisch. Die Mannschaft hatte eine gute Vorbereitung und der Kader wurde sinnvoll verstärkt.
Was kann also passieren? "Na ja, wissen sie. Im Fussball ist alles möglich. Das macht unseren Sport so spannend. Rein mathematisch setzt sich Klasse aber irgendwann durch. Bleibt also nur der Nachweis dieser Klasse. Und das streben wir wieder einmal an." so der Trainer.
Neben Mechelen, Anderlecht und Esch hat der KVO die besten Voraussetzungen dieses Jahr. Alles andere wird sich zeigen.
Besser geht es nicht
Die ersten drei Partien zu Beginn der neuen Ausgabe der Jupiler Pro League hatten es in sich für KV Mechelen. Als erstes Opfer durfte man den frischgebackenen Aufsteiger Lommel United im heimischen Rund begrüßen. Drei Treffer erzielten die Hausherren früh in der Partie, so dass man zwei Gänge zurück schalten konnte. Lediglich der Treffer des Aufsteigers sorgte für Ergebniskosmetik.
Das erste Auswärtsspiel stand bei Jeunesse Esch an. Auch hier gelang es dem Meister drei Punkte für das Konto zu sammeln. Das Spiel bestritt man auf Augenhöhe. Nur ein Treffer machte beim 4:3 für die Gäste den Ausschlag über Sieg und Niederlage.
Anschließend konnte KVM Cercle Brügge als Gäste begrüßen oder halt auch nicht. Anscheinend steckte DerHilden mit dem Mannschaftsbus im Stau. Telefonisch war niemand zu erreichen und eine offizielle Stellungnahme steht bis heute aus. So wurde die Zuschauer um die Partie betrogen. So wurden kurzerhand aus den Gästefans eine Mannschaft formiert, die sich wacker schlug und nur ein Tor zuließ. So hat der Meister einen Traumstart hingelegt und führt die Tabelle souverän mit 9 Punkten an.
Ganz gut aus den Startlöchern gekommen
3 Spiele, 7 Punkte. Liest sich ganz gut. Daran gibt es nichts zu deuten. 6 Punkte wollte man haben, 7 sind es geworden. Wozu der nicht erwartete Auswärtspunkt gut ist, wird die Saison noch zeigen.
In das gleiche Horn blies auch Trainer Doc Dre:"So kann es gerne weiter gehen. Ich habe mehr als nur gute Ansätze gesehen. Sicherlich können wir noch mehr, aber als Einstand ist das mal eine vernünftige Basis."
Anders als in den Spielzeiten zuvor wollte es der KVO unbedingt vermeiden, zu früh schon wieder Federn in den Heimspielen zu lassen.
"In den letzten Jahren haben wir zu Hause oft die letzte Konsequenz vermissen lassen und uns deshalb größerer Möglichkeiten beraubt. Das wollen wir dieses Jahr ändern." ergänzte der Trainer noch.
Ob die kommenden Spiele ebenfalls erfolgreich bestritten werden können, wird sich zeigen. Der KVO bekommt es mit Lüttich und Westerlo zu tun.
Im Soll
Sieht ganz gut aus dieses Jahr. Auch nach 5 Spielen ist der KVO - wenn auch mit mehr Glück als Verstand - ungeschlagen.
3 Siege, 2 Unentschieden, keine Niederlage. Platz 3 im Tableau.
"So kann es gerne weitergehen." freute sich Doc Dre. "Aber da kommen in den kommenden Wochen andere Kaliber. Jetzt geht's schon los. Mouscron und Differdange werden uns alles abverlangen. Da können wir nicht darauf hoffen, dass der Gegner nicht antritt und wir Punkte geschenkt bekommen."
Recht hat er. Bei beiden Unentschieden auswärts hat der KVO nur gepunktet, weil sowohl St. Truiden als auch Lüttich den Weg auf den eigenen Platz nicht gefunden haben. Sachen gibt's....
Nach diesen beiden Partien wird's noch härter. In einem Best-of-three geht es dann nacheinander gegen Anderlecht, Mechelen und Esch. Also die Crème de la crème Belgiens. Da gilt es dann Lösungen parat zu haben....
Erste Saisonniederlage trübt die Stimmung
Es war klar, dass es irgendwann passieren musste. Am letzten Spieltag war es dann leider so weit. Der KVO hat seine erste Saisonniederllage eingesteckt. In Mouscron war es so weit. Lange hatte man hinten dicht gehalten, am Ende stand dann aber ein 0:1 auf der Anzeigentafel. Da der KVO danach jedoch gegen Differdange gewann, behielten die Küstenstädter zumindest den 3. Platz. Von diesem aus geht es nun in die heisse Phase der Hinrunde.
Dicke Gegner mit Anderlecht, Mechelen und Esch stehen auf dem Programm. Dazu noch Schlusslicht Lommel. 3 von 4 Partien auswärts.
"Ich denke nicht, dass wir unbeschadet aus den Spielen gehen werden. Aber wir wissen auch, dass es noch eine Rückrunde gibt. Und dann spielen wir daheim." so der Trainer.
Hoffnung der Fans ist es, dass es zumindst nicht 4 Niederlagen vor der Pause gibt. Denn dann wäre diei gute Ausgangsbasis dahin.
Krisenstimmung in Lüttich
Es sind zwar "erst" 7 Spiele gespielt, doch mit 7 Punkten kann man einfach nicht zufrieden sein. Chancen auf Besserung? Durchaus gegeben. Doch in gesamten Umfeld weiß man nicht wie man regaieren soll. "Wenn Sie mir sagen, was wir ändern können, stelle ich Sie als neuen Co-Trainer ein" scherzte Joni am letzten Mittwoch auf der PK. "Im Moment sind wir einfach in einer schwierigen Situation, die wir jetzt zusammen meistern müssen" sagte er weiter.
Fakt ist eines: So wie es jetzt läuft, kann es nicht weiter gehen. Also muss schnell nach einer Lösung gesucht werden. Vielleicht findet sich diese ja schon bis zur nächsten Woche.
Leipziger Allerlei
Komische Überschrift? Irgendwie schon, aber auch irgendwie zutreffend.
Heute folgte man ein Artikel zu allerlei Themen. Zum einen will ich - wie immer - auf die sportliche Situation des KVO eingehen. Gleichwohl aber auch meinen Senf zu den NMR'S und Trainerentlassungen geben.
Wir als KVO stehen solide da. Ein Punkt hinter der Spitze, TK ganz ok. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Als heftigste Konkurrenten waren bis letzten Spieltag der RSC Anderlecht und der KV Mechelen zu sehen. Nach derm NMR von Anderlecht und zwei unerwarteten Niederlagen von Mechelen ist plötzlich auch der KVC Westerlo ganz heiss im Rennen. Mechelen hat wohl zu viel Reserven einparen wollen. Vielleicht für das Duell gegen uns am kommenden ZAT? Man weiss es nicht.
"Wir werden vorbereitet sein! Wir spielen diese Saison zu Ende. Vernünftig. Ohne NMR. Versprochen. Aber danach ist meine Reise beim KVO und in Belgien zu Ende. Ohne Wettbewerb, ohne Zeitungsartikel anderer und vor allem ohne Stetigkeit macht mir die Sache in Belgien keinen Spass mehr. Schade, denn voraussichtlich verschwindet auch der KVO danach wieder in der Versenkung. Ist dann eben so." verkündete der Trainer auf der Pressekonferenz.
Spannender Titelkampf
Während die von Doc Dre prognostizierten Titelanwärter Anderlecht und Mechelen aktuell etwas schwächeln, hat sich der KVC Westerlo inzwischen zum echten Titelkandidtan gemausert. Aber auch der KVO liegt mit nur einem Punkt Rückstand auf Westerlo aussichtsreich auf Platz 2.
"Es ist schon richtig eng. Und im Nachhinein muss ich mir sicherlich eingestehen, in den letzten Spielen gegen Mechelen und Anderlecht zu viel gegeben zu haben. Aber wie immer im Leben - am Ende ist man schlauer." kommentierte der Trainer das Szenario.
"Letztlich ist es auch egal. Nach der Hinrunde ist noch niemand Meister geworden. Und jeder Gegner muss erst einmal gespielt werden. Wir sind jetzt gegen die unteren Tabellenregionen dran. Glauben sie mir, das nehmen wir genauso ernst, wie die Spiele gegen die Topmannschaften."
Der Trainer will bei seinem Team also keinerlei Hochnäsigkeit aufkommen lassen und erklärte die anstehenden Spiele sogar als saisonentscheidend.
Zwei wichtige Punkte verschenkt
Trotz erreichten vier Punkten hat der KVO zwei Punkte im Meisterschaftskampf verloren. Noch vor den Partien hatte Trainer Doc Dre einen Zwischenspurt angekündigt und die Partien als meisterschaftsvorentscheidend deklariert.
Dementsprechend motiviert und konzentriert ging der Tabellenzweite seine Partien an und führte bei Cercle Brügge im kleinen Flandernderby schnell mit 2:0. Alles schien sicher, doch noch dem Anschlusstreffer der Brügger kippte das Spiel unfassbar schnell. Ehe man sich versah, lag der KVO 3:2 zurück. Erst ein direkt verwandelter Freistoss sicherte das Unentschieden in der Nachspielzeit. Nicht minder spannend ging es danach im Heimspiel gegen St. Truiden zu. Beide Mannschaften waren auf Offensive getrimmt - es ging hin und her, Tore wie am Fliessband. Am Ende behielt der KVO die Oberhand, wahrte die weisse Weste zu Hause und gewann mit 4:3.
"Es waren zwei kraftraubende, enge Partien in denen wir 6 Punkte wollten, aber nur 4 Punkte geholt haben. Ein wenig enttäuscht sind wir natürlich, aber Lebbe geht weider." meinte der Trainer.
Es klemmt weiterhin
Es war wohl nichts, mit dem schnellen Leistungswechsel. Es ist die Zielstrecke der Saison und die Lütticher hängen immer noch auf Platz 9. Einzig im Pokal ist man mit 13 Punkten Tabellenzweiter. Das gibt ein bisschen Hoffnung auf mehr. Dennoch ist das Ziel von Europa weit entfernt. Und es sieht danach aus, als ob es auch in diesem Jahr nicht erreicht werden würde. Das ist natürlich für einen Trainer nicht gut. Aber wird das Joni schon in Bedrängnis bringen? Eigentlich war der Auftrag klar.
Er selber wollte sich nicht weiter dazu äußern. Hat er Angst? Will er sich verstecken? Man weiß es nicht genau. Auch die Mannschaft wollte sich nicht vor den Kameras zeigen. Vielleicht schämt man sich zu sehr für die Leistungen und will das ganze lieber Intern verarbeiten. Es bleiben zu diesem Zeitpunkt noch viele Fragen offen. Auch die der Zukunft von Joni.
Meisterschaft adé
Auch in der letzten Saison wird der KVO unter Doc Dre nicht Meister in Belgien werden. Ausschlaggebend dafür waren die beiden Niederlagen am letzten Spieltag.
Insbesondere das 1:3 zu Hause gegen Lüttich schmerzt doch sehr. Zum einen, weil es die erste Heimniederlage war und somit die "weisse Weste" verschmutzt wurde, zum anderen, weil der Vorteil von einem Heimspiel mehr (im Vergleich zu den meisten Konkurrenten) an den restlichen Spieltagen damit verpufft ist.
Es bleibt also wie jedes Jahr. Wahrscheinlich wird sich der KVO international qualifizieren, wenn es gut läuft sogar die CL erreichen. Der ganz große Wurf bleibt aber wieder einmal aus.
Der Trainer war für ein Interview leider nicht zu erreichen. Anscheinend sitzt der Frust noch zu tief. Persönlich verständlich - mit professioneller Arbeitsauffassung hat das aber nichts zu tun. Sind dies bereits erste Abnutzungserscheinungen einer "lame duck"?
Die Bombe ist geplatzt
Nun ist es also raus, die Ligaleitung schmeißt hin. Was war passiert? Nach dem sich die Verantwortlichen der einzelnen Gruppen seit längerer Zeit in Schweigen hüllen, Doc Dre ausgenommen, und die Zeit von Markus auch immer knapper wird, traf er nun die Entscheidung das Amt des Ligaleiters zum Ende der Saison aufzugeben.
In Mechelen nahm man die Entscheidung mit wenig Überraschung zur Kenntnis: "Unser Trainer weiß natürlich, dass es schwierig ist, sich Woche für Woche für die ehrenamtliche Arbeit des belgisch-luxemburgischen Verbandes zu motivieren. Wenn man schon keine Rückmeldung von den einzelnen Trainern bekommt, so möchte man wenigstens wöchentlich etwas in der Zeitung lesen. Von der berechtigten Kritik können wir uns nicht ausnehmen. Da es auch zeitlich nicht mehr passt, ist der Rücktritt konsequent. Wir möchten uns für seine engagierte Arbeit über die ganzen Saisons bedanken. Wir hatten in der Zeit viel Spaß!"
Die Zukunft der Jupiler Pro League ist schon geklärt. Der neue Ligaleiter wird wieder Daniel sein. In einem ersten Statement erklärte er: "Die Jupiler Pro League ist natürlich mein Baby und ich freue mich schon auf die, in Anführungsstrichen, Rückkehr." Zuerst gilt es aber den Meistertitel zu verteidigen und wenigstens einmal den Cofidis Cup zu gewinnen. Spannend sind die Titelentscheidungen allemal.
Nicht einmal international?
Dem KVO droht eine Saison der Bedeutungslosigkeit. Früh raus im Pokal und zuletzt nur mässige Leistungen in der Liga.
Ist Trainer Doc Dre jetzt schon die "lame duck", die er und auch der Verein verhindern wollte? Es sieht fast so aus. Platz 6, aktuell wäre nicht einmal die Qualifikation für die EL gesichert. Ein absolutes No-go für die Küstenstädter.
"Ja, der aktuelle Trend ist nicht schön. Ich hätte mir mehr gewünscht - aber aktuell scheint einfach der Wurm drin zu sein. Die Automatismen, die uns zuletzt noch so stark gemacht haben, sind einfach weg. Dazu kommen dann noch ein paar dumme Karten und diverse Blessuren aus der langen Saison." entschuldigte sich der Trainer.
"Aber am Ende kackt die Ente. Und ein paar Versuche haben wir ja noch. Wir müssen es besser machen als bisher in der Rückrunde, dann ist vielleicht auch noch was in Richtung internationaler Platz drin. Ich würde es mir zum Abschied auf jeden Fall für den Verein und die Fans wünschen."
Macht es gut und danke
Vielen Dank an Markus für die zuverlässige und angenehme ligaleitung und alles gute ihm und dem fleißigen Doc Der. Ich hatte leider auch vor, mich nach dieser Saison ganz aus torrausch zu verabschieden, hänge aber nun doch noch mal (mindestens) eine Saison dran.
Auf ein spannendes Finale :)
Herzlichen Glückwunsch den Titelträgern und Abschied
Die letzten drei Spieltage versprechen vermeintliche Spannung in der Jupiler Pro League. Kurz vor Ende stehen mit KSV Roeselare, FC Differdange 03 und KV Mechelen drei Clubs punktgleich an der Tabellenspitze.
Angesichts der Restprogramme kann dann aber doch nicht von Spannung gesprochen werden. Der Tabellenerste KSV Roeselarde muss noch gegen Lommel United und Standard de Liege antreten, die konditionell schon schwer angeschlagen sind. Da die Tordifferenz somit wohl den Ausschlag geben wird, darf man den Ballastrocker zum erstmaligen Meistertitel gratulieren:" Es tut mir leid, dass ich unsere Fans schon jetzt enttäusche, aber die Titelverteidung scheint mir utopisch. Wir werden in den letzten Spielen uns aber nochmal von der besten Seite zeigen", sagt Daniel, der letzte Woche schon das Aus im Cofidis Cup verkraften musste. Hier wird wohl KVC Westerlo das Rennen machen.
Außerdem gilt es Doc Dre und Markus zu verabschieden. "Vielen Dank für Eurer Engagement in Belgien/Luxemburg! Ich habe Eure Texte immer gerne gelesen! Viel Erfolg bei Euren Clubs!
Good Bye...
... und auf Wiedersehen.
Meine Reise in Belgien endet hier. Ich muss einfach mal was Anderes machen. Für meinen Verein wünsche ich mir nur Das Beste und werde versuchen, zumindest am letzten ZAT noch ein, zwei Plätzchen nach oben zu rücken.
Mir hat es hier gut gefallen, leider hat aber die Aktivität bei Zeitungsartikeln immer mehr nachgelassen. Deshalb erging es mir genauso wie unserem LL Markus. Ich hatte halt irgendwann keine Lust mehr und kehre Belgien deshalb den Rücken.
Trotzdem ein Dankeschön an alle Konkurrenten für faire und spannende Wettkämpfe in Belgien. Man sieht sich sicherlich mal wieder in der Torrausch-Welt. Bis dahin alles Gute an Alle von euch.